Fraunhofer-Gesellschaft

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Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Revisions- und Störfall-Management im Kraftwerk

 
: Hillmann, Susanne; Bor, Zsolt; Schiller-Bechert, David-Maximilian; Uhlemann, Frank

Beckmann, M.:
Kraftwerkstechnik 2015. Strategien, Anlagentechnik und Betrieb : Beiträge des 47. Kraftwerkstechnischen Kolloquiums vom 13. und 14. Oktober 2015 in Dresden
Freiberg: Saxonia Verlag, 2015
ISBN: 978-3-934409-71-2
ISBN: 3-934409-70-9
ISBN: 978-3-934409-70-5
pp.971-978
Kraftwerkstechnisches Kolloquium <47, 2015, Dresden>
German
Conference Paper
Fraunhofer IKTS ()
Ultraschall Phased Array; dünnwandig; Schweißnaht; Kraftwerk

Abstract
Während planmäßiger Revisionen und bei unplanmäßigen Störungen in Kraftwerken müssen Teile oder ganze Blockeinheiten abgestellt werden. Beim Wechsel von Teilen oder kompletten Baugruppen fallen neben den Hauptgewerken wie Rüsten, Isolieren und Schweißen auch nicht unerhebliche Materialprüfungen an, die wesentlich den Zeitablauf mitbestimmen. Eine große Herausforderung stellt bei jeder Revision die Prüfung von Schweißnähten im Bereich des Turbosatzes dar. Hier müssen viele Baugruppen mit einem Prüfumfang von 100% nach den Technischen Regeln für Druckbehälter zerstörungsfrei untersucht werden. Neben dem Bereich des Turbosatzes unterliegen auch alle anderen frei zugänglichen und hochdruckführenden Bauteile außerhalb des Dampferzeugers einer erhöhten Prüfanforderung. Diese Kontrollen sind sehr zeitaufwendig. Zusätzlich können die Hauptgewerke während dieser Prüfungen in diesen Bereichen nicht arbeiten, da die Prüfungen bisher mit Röntgentechnologie durchgeführt werden, die hohen Anforderungen des Strahlenschutzes genügen müssen. Innerhalb des Dampferzeugers liegen derzeit die Prüfumfänge lediglich bei 5 bis 25%. Die Prüfumfänge sind hier deshalb so gering, weil bei einem Störfall Mensch und Umwelt nicht unmittelbar gefährdet sind. Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass die meisten Störungen im Kraftwerk genau innerhalb dieses Bereiches liegen. Könnte man die Prüfumfänge in diesem Bereich erhöhen, wäre eine messbare Reduktion von Dampfkesselschäden möglich, wodurch Verluste für die Stromproduktion deutlich eingeschränkt werden können. Mit neuen, effizienten Prüfverfahren können die Schweißnähte „Just in time“ geprüft werden und die Anlagenstabilität im erheblichen Maße erhöht werden. In diesem Beitrag wird eine neue Technologie für diese Prüfungen vorgestellt, die sehr zuverlässig arbeitet und dabei sehr schnell ist. Sie arbeitet nicht nach dem Röntgenverfahren, so dass alle Restriktionen des Strahlenschutzes wegfallen. Partiell ist diese neue Technologie bereits im praktischen Einsatz. Dabei ist ihr Einsatzspektrum noch sehr gering, so dass sie ihr Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Es werden Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologie gezeigt sowie das dazugehörige Einsparpotential an Beispielen diskutiert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-473294.html