Fraunhofer-Gesellschaft

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Bemessungskonzept für tragende Blindnietverbindungen im Stahl- und Maschinenbau

 
: Glienke, Ralf; Blunk, Christoph; Wanner, Martin-Christoph

Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. -FOSTA-; Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. -EFB-; Forschungsvereinigung Schweißen und Verwandte Verfahren e.V.:
Gemeinsame Forschung in der mechanischen Fügetechnik : T 43 - Tagungsunterlagen mit CD des 6. Fügetechnischen Gemeinschaftskolloquiums am 7. und 8. Dezember 2016 in München
Hannover: EFB, 2016 (EFB-Tagungsband T43)
ISBN: 978-3-86776-495-7
pp.63-68
Fügetechnisches Gemeinschaftskolloquium <6, 2016, München>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Fügeverfahren; Stahlbau; Maschinenbau; Blindniete

Abstract
Blindniete (BN) werden bereits seit Jahrzehnten erfolgreich zur Herstellung von nicht lösbaren Verbindungen eingesetzt. Dabei finden sie in den verschiedensten Technikbereichen Anwendung (Abbildung 1). Neben den üblichen Anwendungsbereichen, wie z. B. im Fahrzeug- und Anlagenbau, erfahren Blindniete insbesondere im Stahl- und Metallleichtbau (z. B. Hochregallager, Wohncontainer, Dach- und Wandbefestigungen) vermehrt Zuspruch. Gründe dafür sind die schnelle und prozesssichere Verarbeitung sowie der Vorteil, dass die Verbindungsstelle lediglich von einer Seite zugänglich sein muss. Die Vielzahl der Anwendungsfälle hat jedoch zu einer hohen Variantenvielfalt der am Markt verfügbaren Blindniete geführt. Zudem fehlt den Anwendern der Blindniettechnologie ein geeignetes Bemessungskonzept, sodass die Ermittlung der Tragfähigkeit von Blindnietverbindung nicht allein auf dem rechnerischen Weg erfolgen kann, sondern zumeist durch Versuche begleitet werden muss.
Im Rahmen des Beitrags wird ein derzeit am Fraunhofer laufendes Forschungsprojekt [1] vorgestellt, welches die systematische Untersuchung des Tragverhaltens und der Versagensmechanismen von Blindnietverbindungen zum Inhalt hat. Aus den durch die Untersuchungen gewonnenen Erkenntnissen werden gezielt Bemessungsparameter abgeleitet. Diese sollen die vom jeweiligen Blindniettyp abhängigen Charakteristika hinsichtlich Tragverhalten und Versagen geeignet berücksichtigen und den rechnerischen Nachweis von Bauteil und Blindniet ermöglichen. Dazu wurde neben den durch die Forschungsstelle angestellten umfangreichen experimentellen Untersuchungen, auch das bereits in vorangegangenen Forschungsvorhaben (z. B. [2] [3] [4]) gewonnene Wissen berücksichtigt.
Betrachtungsgegenstand des Forschungsvorhabens sind Blindniete aus Stahl, Aluminium sowie rostfreiem Stahl sowie die damit hergestellten Verbindungen, welche in der späteren Anwendung sowohl (quasi) statischen als auch schwingenden Lasten ausgesetzt sein können.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-473267.html

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