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Modell einer wandlungsfähigen Organisation produzierender Unternehmen

Model of versatile organizations for producing enterprises
 
: Köbler, J.

:
Fulltext urn:nbn:de:bsz:93-opus-28107 (2.3 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 9646ee3bc3b99ec9ccacb96a4e3fa0e7
Created on: 05.10.2006


Heimsheim: Jost-Jetter Verlag, 2006, 170 pp.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 2006
IPA-IAO Forschung und Praxis, 439
ISBN: 3-936947-92-9
German
Dissertation, Electronic Publication
Fraunhofer IPA ()
Prozeßgestaltung; Produkttechnologie; Kernprozeß; Prozeßmanagement; Innovationsmanagement; Netzwerkorganisation; Produkt-Technologie-Raum; Wandlungsfähigkeit; Unternehmen; Organisation

Abstract
Die Dynamik des globalen Strukturwandels erfordert eine hohe interne Wandlungsfähigkeit der Unternehmen. Es muss offensiv und permanent durch Produkt- und Prozessinnovationen eine dauerhafte Innovationsfähigkeit erreicht werden. Hierdurch ist ein neues Organisationsmodell erforderlich, welches die in der heutigen Komplexitätsfalle sitzenden Organisationsstrukturen, auflöst.
Von den Einwirkungen in ein Unternehmen, bezogen auf Produkt- und Prozessinnovationen, resultieren vier Kernprozesse, die in einem Unternehmen installiert werden. Anschließend werden diese Prozesse in einzelne generische Phasenschritte unterteilt.
Für die Einbettung der Kernprozesse wird der Produkt-Technologie-Raum (P-T-Raum) konfiguriert. Der P-T- Raum ist ein Modell das in Ebenen aufgeteilt, und nimmt in jeder Ebene einen Phasenschritt der Kernprozesse auf. Die Ebenenaufteilung ist als ein Prozess von der Analyse bis zur operativen Wertschöpfungsebene konzipiert. Aufgrund der Struktur des P-T-Raums ergibt sich ein Prozessmodell von der Einwirkung in das Unternehmen bis zur Umsetzung, also ein vom Kunden und wieder zum Kunden geführter Prozess. Mit diesem Grundmodell können die Innovationsprozesse systematisiert, strukturiert und modular aufgebaut werden. Eine aufgestellte Kombinationsmatrix zwischen Produkt und Prozess generiert die sinnvollen auftretenden Prozesse und verdichtet diese zu vier generischen Innovationsprozessen. Durch den Einsatz von Prozesseignern können die Prozesse überwacht, weiterentwickelt, verfeinert und systematisch angewendet werden. Der Inhalt und die Abläufe der Prozesse werden in Prozessbücher festgehalten und beschrieben. Für die Leistungsprozesse erfolgt eine Einbindung in eine neue Organisations- und Managementstruktur. Hierbei wird der Ansatz über die Herausbildung der auf Kompetenzzellen basierenden Netzwerkorganisation verwendet. So werden Kompetenzzellen und Kompetenzplattformen definiert und konfiguriert. Diese Plattformen besitzen eine hohe Eigenständigkeit und Selbstverantwortung. Die Generierung der Wertschöpfungsprozesse erfolgt über temporär gebildete mehrdimensionale Kompetenznetzwerke. Nach Beendigung der Innovationsprozesse lösen sich diese wieder auf.
Das Modell der wandlungsfähigen Organisation adaptiert sich aus den Kompetenzplattformen, Prozess- und Führungsmodulen zu einer Netzwerkorganisation. Der netzwerkartige Aufbau der Organisation führt zu einer hohen Wandlungsfähigkeit. Von außen einwirkende Veränderungen werden durch eine hohe innere Wandlungsfähigkeit und generierten Hochleistungsprozessen begegnet.
Das dargestellte Fallbeispiel zeigt die Anwendbarkeit des Modells für einen produzierenden Serienfertiger mit den heutigen typischen Problemkonstellationen.

 

The dynamism of a global structural change requires a high internal mutability in enterprises.
A durable innovation capability has to be achieved by offensive and permanent product and process innovations. Through this a new organizational model is required, which dissolve the organizational structures that are actually caught in a complexity trap.
Relating to product and process innovations, the effects on an enterprise result in four core processes, which are installed in an enterprise. Then these processes are subdivided in single generic phase steps. In order to incorporate the core processes, the product-technology-room (P-T-room) has been configured. It's a model that is separated in levels and includes in each level a phase step of core processes. The separation of levels has been conceived as one process from analysis to operative added value. Due to structure of P-T-room, a process model is arising from impact in an enterprise to operative implementation, also a process lead from customer back to customer.
With this base model the innovation processes could be systematized, structured and assembled in a modular way. An installed combination matrix between product and process has generated the reasonable existing processes and consolidate them to four generic innovation processes. By using of process owners, the processes can be controlled, developed, improved and systematized applied. The content and flows of processes are reported and described in process books. The performance processes are incorporated in a new organization and management structure. The processes are incorporated by using the approach to form a network organization based on competence cells. In that way, competence cells and competence platforms are defined and configured. These platforms have a high autonomy and self-responsibility. The added-value processes are generated by temporarily formed multidimensional competence networks. Upon completion of innovation processes the networks disintegrates.
The model of versatile organization is adapted to a network organization by competence platforms, process and leadership modules. The formation of organizations like networks ensures a higher mutability. Exterior modifications are confronted by interior mutability and generated high performance processes.
The presented case study shows that the model can be applied for a series manufacturer faced with problem combinations which are actually typical.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-47041.html