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Overcoming the language barrier

Das Potential der internationalen Symbolsprache LoCoS in der Mensch-Maschine-Kommunikation
 
: Vanhauer, M.
: Oertel, K.

Offenburg, 2006, 103 pp.
Offenburg, FH, Dipl.-Arb., 2006
German
Thesis
Fraunhofer IGD ()
visual communication; symbolic language; communication evaluation; semiotic

Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die künstliche Symbolsprache LoCoS im Vergleich zu einer natürlichen Fremdsprache für den Einsatz in der internationalen Mensch-Maschine-Kommunikation eignet. Nicht betrachtet werden die mündliche Ebene (Aussprache) und der Gebrauch als Bediensprache in der Mensch-Maschine-Interaktion.
LoCoS wird auf die Kriterien Effektivität, Effizienz, Akzeptanz, Erlernbarkeit, Enkodierung und Funktionsvielfalt überprüft. Die Ad-hoc-Stichprobe setzte sich aus insgesamt 47 Personen aus 19 verschiedenen Ländern zusammen. Die Untersuchungsteilnehmer wurden gleichmäßig auf 3 Gruppen verteilt: die Kontrollgruppe C Englisch und die Experimentalgruppen E1 Englisch mit Smileys und E2 LoCoS. Der Test zur Erhebung der objektiven und subjektiven Daten wurde über das Online-Portal My LoCoS Community abgewickelt. Der erste Teil gestaltete sich aus der Formulierung von 10 vorgegebenen Sätzen unter Zuhilfenahme (C) der englischen Sprache, (E1) der englischen Sprache mit Emoticons und (E2) der Symbolsprache LoCoS. Den zweiten Teil bildete die Nachbefragung der Testteilnehmer.
Im Ergebnis wurde gegenüber LoCoS als Symbolsprache eine derzeit verhaltene Akzeptanz festgestellt, obwohl ihr Lernaufwand gegenüber natürlichen Fremdsprachen als bedeutend geringer eingestuft wurde. Dennoch ist ein allgemeiner Trend in Richtung erweiterte natürliche Sprachen zu erkennen. Weiterhin wurde festgestellt, dass sich LoCoS gleichermaßen für den Einsatz in der Mensch-Maschine- Kommunikation eignet wie natürliche Sprachen, da die Kommunikation komplexer Sachverhalte möglich ist. Eine geringere durchschnittliche Fehlerquote konnte in nur 4 von 10 Fällen nachgewiesen werden. Die Kommunikation findet effizienter statt, da durchschnittlich weniger Symbole als Wörter verwendet wurden, um den gleichen Gedanken auszudrücken. Letztendlich zeigt sich, dass Symbolsprachen auf eine natürliche Verbreitung, z.B. durch Wissenschaftler, Geschäftsleute und Privat-Anwender, angewiesen sind - ein Prozess, der mehr als theoretische Bewertungskriterien allein über den Erfolg einer künstlich geschaffenen Sprache entscheidet.

 

The present paper analyzes how the artificial symbolic language LoCoS in comparison to a natural foreign language is suited for the application in international human-computer communication. Not considered are the spoken aspect of the language (pronunciation) or the use as operating language in human-computer interaction.
LoCoS is examined with regard to the criteria effectivity, efficiency, acceptance, learnability, encoding and functionality. The ad-hoc sample yielded 47 persons from 19 different countries totally from all over the world. The subjects were allocated to 3 groups, namely: the control group C English and the experimental groups E1 Englisch with Smileys and E2 LoCoS. The test for acquisition of the objective and subjective data was conducted through the onlineportal My LoCoS Community. The first part of the test consisted of the verbalization of 10 given sentences with the aid of (C) the English language, (E1) the English language in combination with emoticons and (E2) the symbolic language LoCoS. The second part contained a survey which the subjects were asked to participate in.
Summarizing the results, a restraint acceptance of LoCoS as a symbolic language was found out, although the learning effort compared to natural foreign languages was rated notably less. Nevertheless, a general trend to extended natural languages could be detected. Furthermore, it was found out, that LoCoS is equally suitable for use in Human-Computer Communication as natural languages since communication of complex contents is possible. A less average error rate could only be stated in 4 of 10 cases. Yet, communication occurs more efficiently, because less symbols than words are used to express the same thought. In the end, symbolic languages depend on natural distribution by scientists, business and private people - a process, which decides more than theoretical quality criteria alone over the success of an artificially created language.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-45390.html