Fraunhofer-Gesellschaft

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Systeme zur Korrosionsprüfung dünnwandiger Bauteile mit elektromagnetischem Ultraschall

 
: Ganster, Michael; Müller, Tobias; Oswald, Jan; Weingard, Christoph

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-4523727 (990 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 51c26269172bd5814be9cb83f165e289
Created on: 10.6.2017


Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
Zerstörungsfreie Materialprüfung. DGZfP-Jahrestagung 2017 : 22. - 24. Mai 2017, Koblenz
Berlin: DGZfP, 2017 (DGZfP-Berichtsbände 162)
Paper P5, 2 pp.
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP Jahrestagung) <2017, Koblenz>
German
Abstract, Poster, Electronic Publication
Fraunhofer IZFP ()

Abstract
Dünnwandige Metallbauteile, z.B. Rohre und Masten, sind oftmals Umwelteinflüssen wie Bodenfeuchte, Feuchtigkeit im Inneren des Rohres oder Luftverschmutzung ausgesetzt. Diese Faktoren begünstigen oberflächennahe Korrosion und führen zu einer fortschreitenden Schwächung der Restwandstärke. Die Restwandstärke ist eine relevante Größe zur Abschätzung der Standsicherheit von Masten oder der Biegefestigkeit von Bauteilen. Aus diesem Grund ist es notwendig, tragende Strukturen unter mechanischer Belastung in Bezug auf ihren Wandabtrag zu überwachen. Da die betreffenden Bauteile teilweise unter der Erde liegen und auch gerade dort Korrosionsbildung zu erwarten ist, muss ein potentielles Prüfverfahren in der Lage sein, auch von außen nicht zugängliche Stellen sichtbar zu machen. Die am Fraunhofer IZFP existierenden Systeme zur Korrosionsprüfung an dünnwandigen Bauteilen basieren daher auf Ultraschallwellen mit hoher Reichweite. Durch einen elektromagnetischen Ultraschall-Prüfkopf wird eine horizontal polarisierte, geführte Welle in der Rohrwand erzeugt, die sich im Material ausbreitet. Die eingesetzten Ultraschallmoden und der gewählte Frequenzbereich bewirken, dass die Dämpfung des Ultraschallsignals durch umliegendes Erdreich, Beton oder Korrosionsschutz so gering sind, dass die Welle eine Reichweite von mehreren Metern hat. Diese Technologie bildet die Basis für eine Reihe von Prüfsystemen. Beispielhaft dafür steht „LimaTest“, eine geschlossene Hardware- und Softwarelösung für die wiederkehrende Prüfung von Lichtmasten. Dieses System, das gemeinsam mit einem mittelständischen Partner initiiert wurde, ist bereits lange am Markt etabliert. Um die Anforderungen, die an moderne Prüf- und Monitoringsysteme gestellt werden, weiterhin zu erfüllen, erfolgte eine umfassende Erneuerung der Softwareanbindung der Geräte. Dies betrifft sowohl die Anbindung der Ultraschallelektronik als auch die Gestaltung der Benutzerschnittstelle mit aktuellsten Techniken. Durch diese Maßnahmen ist die Prüfmethode vollständig auf aktuelle Computersysteme adaptierbar und bietet einfachere Anpassungsmöglichkeiten für individualisierte Prüfsysteme.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-452372.html