Fraunhofer-Gesellschaft

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Der neue VDA-Korrosionswechseltest VDA 233-102

 
: Christ, Ulrich

Ondratschek, Dieter (Red.); Tiedje, Oliver (Red.):
besser lackieren. Jahrbuch 2017 : 74. Jahrgang
Hannover: Vincentz, 2016
ISBN: 978-3-86630-012-5
pp.529-532
German
Book Article
Fraunhofer IPA ()
Korrosionsschutzschicht; Prüfsystem

Abstract
Der seit 30 Jahren für Korrosionsschutzprüfungen im Automobilbereich eingesetzte VDA-Wechseltest 621-415 zeigt erhebliche Schwächen insbesondere bei Multi-Metall-Werkstoffen, also Stahl, verzinkter Stahl und Aluminium, die immer weiter an Bedeutung gewinnen. Die Prüfbedingungen schließen wesentliche Wirkfaktoren der Praxis nicht ein, wie einen Tieftemperaturbereich und hohe Feuchten ohne Kondensation sowie eine Salzbelastung mit kürzeren Phasen und praxisgerechter Salzkonzentration. Aus diesen Gründen bildet der bisherige (alte) VDA-Wechseltest das Praxisverhalten in der Korrosion dieser Werkstoffe in Feldtests und der Freibewitterung nicht richtig ab. Insbesondere bewertet er das Korrosionsverhalten von Zink im Vergleich zu Stahl völlig falsch und ermöglicht auch keine Bildung von Filiformkorrosion bei Stahl und Aluminium. Diese Defizite führten zur Bildung eines VDA/VDEh-Arbeitskreises mit dem Ziel der Entwicklung eines neuen Korrosionswechseltests. Die neue „Zyklische Korrosionsprüfung von Werkstoffen und Bauteilen im Automobilbau VDA 233-102 bzw. SEP 1850“ wurde von der Automobil-, Stahl- und Aluminiumindustrie im VDA/VDEh-Arbeitskreis gemeinsam erarbeitet und als Prüfblatt SEP 1850 bzw. als VDA-Empfehlung 233-102 veröffentlicht.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-435525.html