Fraunhofer-Gesellschaft

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Verfahren zur Charakterisierung von Rückständen auf technischen Oberflächen - Übersicht und Beispiele

 
: Rochowicz, M.; Grimme, R.

Schreiner, A.:
Industrielle Reinigung 2006 : Fachtagung, 9. und 10. März 2006. Referate
München, 2006 (Münchner Werkstofftechnik-Seminare)
pp.147-161
Fachtagung Industrielle Reinigung <2006, München>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Partikelverunreinigung; Sauberkeitsprüfung; technische Sauberkeit; Restschmutz; VDA 19; ISO 16232; Kontamination; Oberfläche

Abstract
Saubere Bauteiloberflächen sind für viele Fertigungsprozesse eine Voraussetzung zur Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte.
Durch aktuelle und akute Problemstellungen in der Automobilindustrie sind in den letzten Jahren die Partikelverunreinigungen auf funktionsrelevanten Automobilteilen stark in den Fordergrund der Qualitätsdiskussionen getreten. Mit dem 2005 erschienenen VDA Band 19 und der Ende 2006 erscheinenden ISO 16232 wurde ein erster Schritt in Richtung Standardisierung der Sauberkeitsanalytik gemacht. Im Fokus stehen hier Verfahren die auf Partikelextraktion mittels Flüssigkeiten beruhen und die zur Festlegung und Überwachung von Restschmutzgrenzwerten (hinsichtlich Partikel) einsetzt werden. Damit ist aber nur ein Teil der Sauberkeitsanalytik erfasst und reglementiert, der für Problemstellungen in der Automobil- oder deren Zulieferindustrie relevant ist. Ein weites Feld, in dem Partikel im Fertigungsprozess zu drastischen Qualitätseinbußen führen können, ist der Bereich der dekorativen Beschichtung und Lackierung, wo eine geeignete Sauberkeitsanalysetechnik benötigt wird. Ein anderes Feld sind die direkt messenden Verfahren, die ohne einen Probenahme- oder Extraktionsschritt Partikel auf den Bauteiloberflächen erfassen und für fertigungsintegrierte Monitoringaufgaben eingesetzt werden können. Aber nicht nur partikelförmige Verunreinigungen können zu Qualitätsproblemen führen, sondern ebenso schichtartige oder filmische Kontaminationen wie Rückstände von Schmier- oder Bearbeitungsölen. Ihre Anwesenheit kann Nachfolgeprozesse wie Beschichtungen oder Wärmebehandlungen empfindlich stören. In einigen Fällen ist aber auch eine gezielte Beölung erwünscht, z.B. um einen Korrosionsschutz zu gewährleisten. Zur Kontrolle dieser filmischen Anhaftungen steht ein weites Spektrum an Analysetechniken zur Verfügung, von aufwändigen Laborverfahren bis hin zu einfachen Schnelltests.
Der hier vorliegende Artikel richtet seinen Fokus sowohl bei den partikelförmigen wie auch bei den filmischen Verunreinigungen auf die fertigungsnahen Prüfungen und die automatisierungstauglichen und anlagenintegrierbaren Verfahren. Ziel dieses Artikels ist ein Überblick über den Stand der Technik sowie eine Bewertung hinsichtlich Maschinenintegrierbarkeit der betrachteten Verfahren zu geben.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-39418.html