Fraunhofer-Gesellschaft

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Eye-Tracking - Jagd nach dem Augenblick

Vermessung der subjektiven Qualitätswahrnehmung (Teil 2)
 
: Fels, A.; Falk, B.; Schmitt, R.

Qualität und Zuverlässigkeit : QZ 60 (2015), No.9, pp.22-25
ISSN: 0033-5126
ISSN: 0720-1214
German
Journal Article
Fraunhofer IPT ()

Abstract
Fortsetzung aus Heft 60(2015)7, S. 30-33. Eye-Tracking, die Messung der Augenbewegung und des Blickverlaufs, ist eine Methode, mit der die subjektive Qualitätswahrnehmung von Kunden gemessen werden kann. Um schon während der Produktentwicklung die Kundenwünsche zu berücksichtigen, muss deren Qualitätserwartung bekannt sein. Kunden können aber kaum subjektive Erwartungen eines zukünftigen Produktes äußern, wie etwa Griffigkeit eins Telefons, da die Wahrnehmung subjektiver Größen zum großen Teil unbewusst erfolgt. Die Aufnahme von physiologischen Reaktionen bietet daher eine Möglichkeit zur Erfassung dieser subjektiven Qualitätswahrnehmung. Der visuelle Sinn als der mit der größten Bedeutung, kann über die Verfolgung des Blickverlaufs gemessen werden. Eye-Tracking bietet sich daher als vielversprechende Messmethode an. Der Blickverlauf bedeutet nicht nur, dass der Blick dahin gerichtet wird, wo die Aufmerksamkeit erregt wird, Reize mit hoher Salienz binden die Aufmerksamkeit. Saliente Reize sind solche, die sich optisch etwa durch eine andere Farbe, Form oder Orientierung unterscheiden. Eye-Tracking kann etwa für Bedienbarkeit-Analysen, die Wirkungsanalyse von Werbung, Shoppingverhalten oder Verpackungsdesign genutzt werden. Es findet auch immer mehr Anwendung bei der Validierung von Produktcharakteristika etwa in der Automobilindustrie. Dabei können nicht nur die Bedienbarkeit, sondern auch die Aufmerksamkeit analysiert werden. Dabei kann die Messmethode während des gesamten Produktentwicklungs-Prozesses eingesetzt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-375050.html