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Wie hoch ist der Stromverbrauch in der Energiewende?

Energiepolitische Zielszenarien 2050 - Rückwirkungen auf den Ausbaubedarf von Windenergie und Photovoltaik; Studie im Auftragvon Agora Energiewende
 
: Gerhardt, Norman; Sandau, Fabian; Deutsch, Matthias

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-3747587 (602 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 5c2e582e9dcb97cce351936cc07099e0
Created on: 26.1.2016


Berlin: Agora Energiewende, 2015, 52 pp.
German
Study, Electronic Publication
Fraunhofer IWES ()

Abstract
Die energiepolitische Diskussion zum Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) konzentriert sich zurzeit fast ausschließlich auf den Ausbaukorridor für den Stromsektor: Erreicht werden sollen EE-Anteile am Bruttostromverbrauch von 45 Prozent im Jahr 2025, 60 Prozent im Jahr2035 und 80 Prozent im Jahr 2050. Dabei bleibt die grundsätzliche Frage offen, auf welche absolute Summe sich dieses EE-Ziel bezieht und wie viel Strom - insbesondere auf Basis von Windenergie und Photovoltaik in Deutschland- langfristig benötigt wird, um die Klimaschutzziele auch unter Berücksichtigung der Sektoren Wärme und Verkehr zu erfüllen. Grundsätzlich existieren nur wenige energiepolitische Zielszenarien mit energiesektorübergreifender Betrachtung. Aus diesen wurden vier Szenarien für das Jahr2050 ausgewählt, welche als einheitliche Vergleichsbasis alle für sich in Anspruch nehmen, das übergeordnete politische Ziel einer Reduktion der Treibhausgasemissionen(THG-Emissionen) um 80 Prozent bis 2050 gegenüber 1990zu erreichen. Dabei kommen diese Szenarien, abhängig von den getroffenen Annahmen, zu einem sehr unterschiedlichen Ergebnis: Der Stromverbrauch im Jahr 2050, der in den verschiedenen Studien ermittelt wurde, umfasst die Spannbreite von rund 450 bis 800 Terawattstunden3, mit entsprechend unterschiedlichem Ausbaubedarf an zusätzlicher Leistung Erneuerbarer Energien. Die Ursachen dieser Bandbreite sollen im Folgenden durch die Analyse möglicher Treiber besser verstanden werden. Nach einer Vorstellung und Einordnung der untersuchten Szenarien in Kapitel 2 werden in Kapitel 3 die zentralen Treiber untersucht, darunter die Interpretation von Klimazielen, Verfügbarkeit von Biomasse und Effizienzannahmen. Neben einem Vergleich der vier Zielszenarien werden an verschiedenen Stellen ergänzende Modellrechnungen angestellt, um den Effekt der jeweiligen Treiber so weit wie möglich zu isolieren und zu quantifizieren. Anschließend werden die Ergebnisse diskutiert.4 Das Papier schließt mit einer Zusammenfassung und Schlussfolgerungen zu einemrobusten Szenariokorridor und EE-Ausbaupfad in Kapitel 4.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-374758.html