Fraunhofer-Gesellschaft

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Fassadenkollektoren - alles Ansichtssache?

 
: Hermann, M.; Denz, P.-R.; Cappel, C.; Maurer, C.

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-3641853 (1.7 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 9769a2d8f81e128b510ac737507006f2
Created on: 30.10.2015


Rommel, M. ; Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut e.V. -OTTI-, Bereich Erneuerbare Energien:
Thermische Solarenergie. 25. Symposium 2015 : 6. bis 8. Mai 2015, Kloster Banz, Bad Staffelstein
Regensburg: OTTI, 2015 (Wissen für Profis)
ISBN: 978-3-943891-51-5
pp.235-236
Symposium Thermische Solarenergie <25, 2015, Kloster Banz, Bad Staffelstein>
English
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer ISE ()
Optik; Solarthermie; thermische Solaranlage; Wärmeübertragung; Wärmetransport; solarthermische Fassade; BIST; Fassadenkollektor; TABSOLAR; ARKOL

Abstract
Das Potenzial für solarthermische Fassadenkollektoren ist hoch, und es gibt durchaus ein Interesse seitens der Architekten, Fassaden- und weiterer Fachplaner. Es existie-ren einzelne gute Beispiele, oft stellen diese aber relativ teure Sonderlösungen dar, oder es handelt sich um Demonstratoren aus Forschungsprojekten, die den Schritt zum Serienprodukt nicht geschafft haben. Der bislang fehlende großflächige Markter-folg ist vor allem auf zu hohe Investitionskosten für das Gesamtsystem und fehlendes Wissen der Akteure, das leider oftmals aus zu geringer interdisziplinärer Kooperation hervorgeht, zurückzuführen. Darüber hinaus werden aber noch mehr Produkte benö-tigt, die den Architekten Gestaltungsspielraum im Entwurf geben. Um Fassadenkollekt-oren erfolgreich für den Markt zu entwickeln, müssen sie nach Ansicht der Autoren von der Baubranche aus neu gedacht werden, anstatt dass bestehende Konzepte lediglich an die Fassade angepasst werden. Die Produkte sollten so flexibel und inhaltlich auf-bereitet sein, dass sie konventionellen Fassadenmaterialien im Entwurfsprozess gleichwertig sind und nicht erst bei der TGA-Planung in späteren Leistungsphasen be-rücksichtig werden. Der Solarkollektor wird somit im positiven Sinn zur „Ansichtssa-che“. Die Wirtschaftlichkeit sollte sich an alternativen Fassaden orientieren, nicht nur an einem alternativen Heizsystem. Berücksichtigt man all diese Aspekte, verändern sich die Rahmenbedingungen bezüglich Entwicklung, Bewertung und Vermarktung wesentlich. Innovative BIST-Fassaden sollten interdisziplinär entwickelt und umgesetzt werden. Alle Akteure müssen zusammengeführt und die gemeinsamen Interessen und Synergiemöglichkeiten erkannt werden. Es gibt derzeit nicht „die Branche“, die sich dieses Themas naturgemäß annimmt. BIST erfolgreich und breit zu implementieren wird nur funktionieren, wenn die Solarthermie- und die Baubranche diesen Schatz gemeinsam heben. Möglicherweise ergeben sich daraus ganz neue Unternehmen, Fertigungslinien und Geschäftsmodelle.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-364185.html