Fraunhofer-Gesellschaft

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Mobiles Videochatsystem

 
: Lange, M.
: Bieber, G.

Rostock, 2005, 75 pp.
Rostock, Univ., Studienarbeit, 2005
German
Term paper
Fraunhofer IGD ()
video communication; video conferencing; video streaming; wireless multimedia communication

Abstract
Es wird ein technischer Einstieg in das Thema der Videokommunikation über das Internet gegeben, dabei wurde die Videokonferenztechnologie und die Streaming Technologie näher beleuchtet.
Bei der Gegenüberstellung der Videokonferenzstandards H.323 und SIP stellte sich heraus, dass die H.323-Empfehlungen zwar momentan stärker am Markt vertreten sind, die SIP -Technologie aber in Zukunft stärker vertreten sein wird, da sie sich bei der Sprachkommunikation über das Internet (Voice-over-IP) als Signalisierungsprotokoll durchsetzen konnte und eine stärkere Affinität zum Internet und eine flexiblere und einfachere Struktur als H.323 besitzt.
In der State-of-the-art-Analyse wird gezeigt, dass diverse freie Web Conferencing Systeme für die Videokommunikation mit mehreren Benutzern über Web-Communities und anbietereigene, zentrale Konferenzserver auf dem Markt verfügbar sind. Freie Clients und Konferenzserver für den Aufbau von eigenen, unabhängigen Mehrpunktkonferenzen sind jedoch noch Mangelware, bzw. nur für den Freizeitbereich mit sehr wenigen Benutzern verfügbar.
Bei den Streamingsystemen sticht besonders die Inkompatibilität der einzelnen Systeme zueinander ins Auge, positiv zu erwähnen ist, dass bei nahezu allen Anbietern freie Versionen und Softwareschnittstellen verfügbar sind, bzw. oft nur geringe Lizenzkosten anfallen. Entsprechend ihrem Einsatzgebiet werden die technischen Herausforderungen an die Videokommunikation betrachtet und noch einmal die unterschiedlich hohen Latenzzeiten von Videokonferenzsystemen und Streamingsystemen gegenübergestellt.
Eine weitere Herausforderung ist die Videokommunikation über Wireless-LAN, die sich bei guten WLAN-Bedingungen mit wenig Netzlast, wenig Störungen und entsprechend gut komprimierten Audio- und Videodaten als tauglich einstufen lässt.
Für einen zu entwickelnden Demonstrator wurden die Anforderungen im Rahmen des Onlinemaus-Projektes abgesteckt und anhand dieser wurden am Markt frei verfügbare Teilkomponenten für den Demonstrator ausgewählt, so dass sich eine leicht und schnell zu implementierende Architektur ergab.
Es wurde als Resultat eine Demonstratorapplikation implementiert, die auf einem Laptop über Wireless-LAN Videokonferenzen in Echtzeit für bis zu vier Benutzer ermöglicht, eine n Textchat mit einem oder mehreren Teilnehmern beinhaltet und zusätzlich die Möglichkeit bereitstellt, asynchron Videobotschaften auf einem Streamingserver zu hinterlassen. Der Demonstrator kann somit im realen Szenario des Onlinemaus-Projektes eingesetzt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-35976.html