Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Einfache Verfahren zur Erkennung von anorganischen Holzschutzmittelkomponenten in Gebrauchtholz

 
: Müller, M.G.; Schulze, A.; Gunschera, J.; Cammenga, H.K.

Schubert, K. ; Gesellschaft Deutscher Chemiker -GDCh-, Frankfurt/Main:
Tagung Bauchemie 2005 : GDCh-Fachgruppe Bauchemie, 29. und 30. September 2005 in Berlin
Frankfurt am Main: GDCh, 2005 (GdCh-Monographien 35)
ISBN: 3-936028-37-0
pp.205-212
Tagung Bauchemie <2005, Berlin>
German
Conference Paper
Fraunhofer WKI ()

Abstract
Die Nachprüfbarkeit einer Holzschutzmittelbehandlung ist in der Praxis des Holzschutzes von großer Bedeutung. Aber auch für die energetische Verwertung von Gebrauchtholz nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz oder dessen stoffliche Verwertung durch die Spanplattenindustrie wird ein sicherer Ausschluss von mit Holzschutzmitteln behandelten Hölzern gefordert. Für den qualitativen Nachweis der wichtigsten anorganischen Wirkstoffkomponenten wie Bor, Chrom, Kupfer und Fluor haben sich Verfahren zur Sichtbarmachung mit verschiedenen organischen Farbreagenzien etabliert. Diese sind im Hinblick auf eine einfache Durchführbarkeit als Tests vor Ort vorteilhaft und auch kostengünstiger im Vergleich zur Analytik mit aufwändigen Analysegeräten in Speziallaboratorien. Die Einzelnachweise der genannten Komponenten sowie ein Screeningtest mit Dithizon auf verschiedene Schwermetalle wurden hinsichtlich Empfindlichkeit, Handhabung und Lagerungsdauer der Nachweisreagenzien überprüft, optimiert und bewertet. Zum (halb-)quantitativen Nachweis wurde die Eignung kommerzieller Schnelltests, die man eigentlich für die Wasser- oder Bodenanalytik entwickelt hat, im Gebrauchtholzbereich überprüft. Hier sind vor allem die vom Hersteller angegebenen Konzentrationsbereiche zu beachten. Bei den Tests, die sich direkt auf Holz durchführen lassen, können für die verlässliche Erkennung möglicher Kontaminationen Verfärbungen des Holzes problematisch sein. Sollte zum Nachweis der Wirkstoffe jedoch eine Extraktion aus der Holzmatrix erfolgen müssen, kommt es häufig zu Minderbefunden, da zum einen die Fixierung im Holz sehr stark sein kann und zum anderen die Extraktionszeiten (Schnellanalytik!) häufig zu kurz sind. Auch die Durchführung von Parallelnachweisen (Screening-Test) kann nicht nur durch Querempfindlichkeiten, sondern auch durch nicht immer klar unterscheidbare Farbreaktionen zu Fehlinterpretationen führen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-35701.html

<