Fraunhofer-Gesellschaft

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Aktuelle Trends in der Keramik

 
: Stelter, Michael; Michaelis, Alexander

Danninger, H. ; Ausschuss für Pulvermetallurgie; Fachverband Pulvermetallurgie -FPM-:
Neue Horizonte in der Pulvermetallurgie - Werkstoffe, Produkte und Verfahren : Vorträge und Ausstellerbeiträge des Hagener Symposiums am 27. und 28. November 2014 in Hagen
Rheine: Heimdall, 2014 (Pulvermetallurgie in Wissenschaft und Praxis 30)
ISBN: 978-3-939935-85-8 (ISBN)
pp.121-129
Hagener Symposium Pulvermetallurgie <33, 2014, Hagen>
German
Conference Paper
Fraunhofer IKTS ()

Abstract
Die Keramik ist heute mehr denn je darauf angewiesen, neue Märkte zu erobern und dafür neue Technologien und Kompetenzen zu integrieren. Klassische Industrien wie die Gebrauchs- und Sanitärkeramik sind auf dem Rückzug, während neue gesellschaftliche und technologische Trends die Frage aufwerfen, ob und wie sich innovative anorganische Werkstoffkonzepte und neuartige Werkstoffanwendungen und Produktionsverfahren in diesem Umfeld positionieren können. Als Europas größtes Institut für Keramik und Sinterwerkstoffe stellt sich das Fraunhofer IKTS an allen seinen Standorten in besonderer Weise dieser Verantwortung und Herausforderung. Im Folgenden soll anhand einiger ausgewählter Trends in Industrie und Gesellschaft gezeigt werden, wie das Fraunhofer IKTS keramische Werkstoff- und Technologiekonzepte appliziert und damit auf aktuelle Anforderungen reagiert. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die keramische Technologie auf ein sich sehr stark wandelndes Umfeld einstellen muss. Standardwerkstoffe werden zunehmend weniger nachgefragt, gleichwohl ist es unbedingt notwendig, die Kompetenz dazu in Europa zu halten. Im Gegenzug tun sich durch gesellschaftliche und industrielle Trends äußerst attraktive Nischen auf, die mit keramischen Lösungen und neuen Funktionskeramiken adressiert werden können und die nachhaltig verbesserte Wertschöpfung versprechen. Es ist dabei wichtig, immer wieder zu betonen, dass die Keramik in diesen Anwendungen gegenüber anderen Werkstoffen nur erfolgreich sein kann, indem sie ihre ureigensten Werkstoffvorteile ausspielt. Gleichwohl ist in allen neuen Anwendungen eine profunde Systemkenntnis und Kenntnis der neuen Zielmärkte mit ihren individuellen Spielregeln vonnöten. Das Fraunhofer IKTS mit seinen Standorten in Dresden und Jena/Hermsdorf stellt sich dieser Herausforderung und verbindet solide und über Jahrzehnte gewachsene Werkstoffkompetenz mit der Fähigkeit zum Systementwurf und zur Systemintegration.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-350005.html