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SMaRT-OnlineWDN - Frühwarn- und Sicherheitsmanagementsystem für die Wasserversorgung

 
: Sedehizade, F.; Deuerlein, J.; Korth, A.; Bernard, Thomas

Bbr. Fachmagazin für Brunnen- und Leitungsbau 65 (2014), No.10, pp.68-75
ISSN: 1611-1478
ISSN: 0937-3756
German
Journal Article
Fraunhofer IOSB ()
Frühwarnsystem; Sicherheitsmanagementsystem; Wasserversorgung; Trinkwasserversorgung; Überwachung; Kontamination; Sensor; Positionierung; Platzierung; Standortbestimmung; Konzept; Rohrnetz; Forschungsvorhaben; Deutschland; Frankreich

Abstract
Trinkwasserverteilungssysteme gehören zu den kritischen Bereichen der Infrastruktur und haben eine direkte Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung. Sie sind deshalb gegen die Risiken einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Kontamination ganz besonders zu schützen. Zu diesem Zweck wurde das deutsch-französische Forschungsvorhaben SMaRT-Online WDN gestartet, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Agence national de la Recherche (ANR). Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Management-Tools, durch das sowohl eine verbesserte Frühwarnung als auch bessere Krisenbewältigungsstrategien erreicht werden können. Die Projektteilnehmer gehen davon aus, dass in naher Zukunft die Entwicklung von Sensoren zur Überwachung der Trinkwasserqualität und zeitnahen Detektion von gesundheitsgefährdenden Kontaminationen soweit fortgeschritten ist, dass sie in Trinkwassernetzen eingesetzt werden können. Genau dort setzt SMaRT-Online WDN an und ermittelt die optimale Platzierung von Sensoren, sodass mit einer minimalen Anzahl die bestmögliche Überwachung erreicht wird. Lösen ein oder mehrere Sensoren einen Alarm aus, startet automatisch ein Online-Simulationsmodell, das mithilfe der Sensor- und Online-Daten des Leitsystems den aktuellen Systemzustand des gesamten Versorgungsnetzes nahezu in Echtzeit abbilden. Ein Transportmodell als Softwaremodul soll dann die Ausbreitung der detektierten Kontamination im Verteilungsnetz berechnen sowie deren Quellenbereich eingrenzen. Das im April 2012 begonnene Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-336866.html