Fraunhofer-Gesellschaft

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Potentiale des Hartdrehräumens an Kurbelwellen

Potenziale des Hartdrehräumens von Kurbelwellen
 
: Halle, Moritz; Bauer, Ruben; Gentzen, Jens

:
presentation urn:nbn:de:0011-n-3319753 (5.3 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: c24c78d5c89df101f8561900e5e90c67
Created on: 17.3.2015


Fraunhofer-Verbund Produktion:
4. Kongress Ressourceneffiziente Produktion 2015. Tagungsband : E³-Produktion - Lösungen für die Produktionstechnik der Zukunft, 25. Februar 2015, Leipzig
Leipzig, 2015
pp.175-184
Kongress Ressourceneffiziente Produktion <4, 2015, Leipzig>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer IWU ()
Kurbelwelle; Feinbearbeitung; Trockenbearbeitung; Prozessentwicklung

Abstract
Mit der Einführung einer neuen Kurbelwellengeneration wurden einige geometrische Veränderungen an den Kurbelwellen vorgenommen. Das Ziel ähnliche Steifigkeit bei reduzierten Lagerdurchmessern zu erreichen, wurde durch Verringerung der Wangen-abstände realisiert. So konnte eine Kurbelwellengeneration mit reduziertem Gewicht und damit technologisch geänderten Anforderungen realisiert werden. Die nach der Vorbearbeitung durch tangentiales Feinfräsen induktiv gehärteten Lagerlaufflächen sollten technologisch tangentiale Radienübergänge aufweisen, die die Kerbwirkung reduzieren. Der Prozess des Hartdrehräumens eignet sich hervorragend für die Fertigung dieser balligen Oberflächen (Balligkeit < 5µm zur Vermeidung von Kantenträgern). Die technologische Operation liefert Prozessbedingt bereits eine ballige Oberfläche, welche durch geeignete prozessgeführte Kompensationsmethodiken während des Schlichtschnittvorganges in den Anforderungskorridor gebracht werden kann. Des Weiteren lassen sich neben der Balligkeit gleichzeitig Werkzeugfehler sowie Verformungen des Werkstückes aufgrund unterschiedlicher Steifigkeiten in Umfangsrichtung erfolgreich kompensieren. Ein weiterer entscheidender Vorteil des Hartdrehräumens zeigt sich darin, dass der Prozess unter Abwesenheit von Kühlschmierstoff (KSS) stattfinden kann und trotzdem Lagerflächen produziert, die nach einem anschließend stattfindenden Finishprozess die Oberflächenanforderungen der Automobilindustrie erfüllen. Auch die Finishprozesse sind so ausgelegt, dass sie unter Abwesenheit von KSS ausgeführt werden. Somit findet die gesamte Prozesskette (Feinfräsen -->Hartdrehräumen -->Finishen) unter trockenen Bedingungen statt was enorme Einsparpotentiale hinsichtlich der laufenden Maschinenkosten sowie in der Anschaffung von Fertigungslinien mit sich bringt. Diese neu entwickelte trockene Prozesskette konnte erfolgreich an einem Bearbeitungszentrum N30 MC der Firma NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH realisiert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-331975.html