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Produktion im Jahr 2020+. Was uns heute bewegt und morgen erwartet

Vortrag gehalten beim Siemens Wirtschaftsforum, 23.09.2014, Ulm
 
: Bauernhansl, Thomas

:
presentation urn:nbn:de:0011-n-3198075 (2.1 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 1fbf682698682634b4d89c861423d31b
Created on: 8.1.2015


2014, 37 Folien
Siemens Wirtschaftsforum <2014, Ulm>
German
Presentation, Electronic Publication
Fraunhofer IPA ()
Cyber-Physische Systeme (CPS); Industrie 4.0; Komplexität; Fabrik der Zukunft; smart factory; cloud; Wertschöpfung; Fertigung; Automatisierung

Abstract
Der Vortrag Produktion im Jahr 2020+ Was uns heute bewegt und morgen erwartet auf dem Siemens Wirtschaftsforum am 23.9.2014 in Ulm ist unterteilt in die Abschnitte:
-Die Welt verändert sich - Renaissance der industriellen Produktion
-DBL Industrie 4.0 - Komplexität erfolgreich bewirtschaften
-DBL Smart Factory - Flexibilität auf Basis von echtzeitnaher Simulation
-DBL Die neue Welt der Geschäftsmodelle - Potentiale und Risiken
Die wesentlichen Thesen lauten: Die Industrie sichert Wachstum sowie Beschäftigung und finanziert die Volkswirtschaft, aber an der Schwelle zur 4. Industriellen Revolution führt die steigende Komplexität zu neuen Wertschöpfungssystemen. Ein Wandel der Produktarchitektur erfolgt aufgrund von steigender Vernetzung und Personalisierung Die Fähigkeit, Komplexität effektiv zu bewirtschaften wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Die nächste Ebene der Dezentralisierung geht von der fraktalen Fabrik zum cyber-physischen Produktionssystem. Ein Kontextmanagement ersetzt dabei die operative Planung. Die Smarte Fabrik organisiert sich künftig dezentral und selbst in Echtzeit.
Eine Fragmentierung und Neuverteilung der Wertschöpfung bedeutet mehr Kunden-Integration und Service-Orientierung. Alte IT-Architekturen lösen sich auf und die traditionelle Fertigungs-Pyramide wird zum Netz in der Cloud. In Zukunft verschmelzen Planung und Umsetzung zu einem echtzeitnahen lernenden Optimierungszyklus.
Deutschland hat die beste Position in Europa und die volkswirtschaftlichen Potenziale durch Industrie 4.0 sind hoch. Experten erwarten eine Steigerung der Bruttowertschöpfung von 15% bis 30% bis 2025. Allerdings führt der Verlust der Datensouveränität langfristig zum Verlust des Kundenkontakts und zur Commoditisierung und wird so zu einem Problem für die deutsche Industrie.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-319807.html