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Marktfähige Dekor- und Strukturgenerierung mittels Artificial Life Algorithmen zur Individualisierung von Produktoberflächen im Automobilbereich

 
: Fischer, Andreas

Rommel, Steve (Hrsg.) ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart:
17. Anwenderforum Rapid Product Development 2012 : 19. September 2012, Stuttgart. Tagungsband
Stuttgart, 2012
pp.29
Anwenderforum Rapid Product Development <17, 2012, Stuttgart>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Individualisierung; generatives Fertigungsverfahren; Oberflächenstruktur; Kundenspezifische Fertigung; Automobil; Oberfläche

Abstract
Chromatophor beschäftigt sich mit dem Thema Produktoberflächen im Automobilbereich nicht wie im klassischen Designprozess durch vorentwickelte Dekore oder Strukturen zu gestalten, sondern dem Konsumenten die Möglichkeit zu geben, definierte Bereiche und deren Oberflächen mittels spezieller Softwaregeneratoren individuell zu gestalten. Die Grundlage war unter anderem durch das Forschungsprojekt Oktopus gegeben, welches 2002 am Artificial Intelligence Laboratory der Universität Zürich ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sind die Grundlagen der mustererzeugenden Softwaregeneratoren und deren prototypische Adaption auf Produktoberflächen erarbeitet worden. Die Adaptierung der generierten Dekore oder Strukturen wurden nach dem Interaktionsgrad in drei technologische Stufen unterteilt:
1. statisch - interaktiv,
2. dynamisch - proaktiv,
3. dynamisch - reaktiv.
Das Oktopus- Projekt endete 2005 mit der Präsentation des Konzeptfahrzeuges Senso, welches in Kooperation mit der Rinspeed AG und der Bayer AG entstand. Ziel von Chromatophor ist es, die entwickelten Grundlagen in marktfähige Applikationen im automobilen Umfeld zu transferieren. Der gesamte Entwicklungsprozess hin zu serientauglichen Applikationen ist in drei Phasen aufgeteilt, wobei die erste Phase im Projekt abgeschlossen ist. In dieser ersten Phase sind die Teilbereiche im Automobil erfasst und bewertet, welche sich für die Applizierung der generierten Dekore und Strukturen eignen und vom Konsumenten akzeptiert werden. Zusätzlich sind die üblichen Materialien, Fertigungstechnologien und Randbedingungen dieser Teilbereiche erfasst. Weiterhin sind diese darauf untersucht worden, inwieweit sie sich durch digitale Fertigungstechnologien wirtschaftlich individualisieren lassen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-298481.html