Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Vorbereitung eines PRTR für Deutschland

Umweltforschungsplan des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Fachgebiet II 5.3 Emissionssituation. Förderkennzeichen (UFOPLAN) 201 19 265
 
: Striegel, G.; Rathmer, B.; Kühne, C.; Beyer, P.; Hillenbrand, T.; Lüttgert, M.
: Univ. Karlsruhe, Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung; Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung -ISI-, Karlsruhe; Umweltbundesamt -UBA-, Berlin

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-286011 (3.0 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 9cf01d1c4c77509c071e5d9db0385435
Created on: 24.05.2007


Karlsruhe: Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg,, 2004, 148 pp.
Reportnr.: 201 19 265
German
Report, Electronic Publication
Fraunhofer ISI ()
pollutant release; Transfer Register; Aarhus-Konvention; Emission; Schadstoff; Freisetzung; Verbringung

Abstract
Pollutant Release and Transfer Registers (PRTR), wie unter der Aarhus-Konvention gefordert, sollen der Öffentlichkeit umfassende Informationen über Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden sowie die Verbringung von Abfällen (oder Schadstoffen in Abfällen) gewähren. Ziel des FE-Vorhabens war es, die deutsche Seite bei den Verhandlungen zum PRTR-Protokoll der UNECE fachlich und politikberatend zu unterstützen und zu begleiten. Ein weiteres Ziel war es, die Umsetzung eines nationalen PRTR in Deutschland bis hin zur Schaffung eines prototypischen Registers vorzubereiten. Im Rahmen des FE-Vorhabens wurden zahlreiche bereits bestehenden PRTRs untersucht. Damit konnte ein Beitrag dazu geleistet werden, die Verhandlungspositionen der wichtigsten Verhandlungsteilnehmer bei den Verhandlungen zum PRTR-Protokoll der UN-ECE einschätzen zu können. Desweiteren konnten damit verschiedene Optionen zur Ausgestaltung einzelner PRTR-Bereiche verhandlungsbegleitend analysiert und Lösungen gefunden werden. Das PRTR-Protokoll ist nach einem fast zweijährigen Verhandlungsprozess am 21. Mai 2003 als rechtlich bindendes Protokoll unter der Aarhus-Konvention von der Konferenz der Vertragsparteien ("Meeting of the Parties") der Konvention angenommen worden und von 36 Staaten und der Europäischen Gemeinschaft auf der fünften Umweltministerkonferenz "Umwelt für Europa" der UNECE in Kiew gezeichnet worden. Das Protokoll verpflichtet die Vertragsparteien zum Aufbau von nationalen Registern, die Informationen über einzelbetriebliche Emissionen und Abfallverbringungen sowie über diffuse Schadstoffquellen wie beispielsweise Verkehr oder Landwirtschaft enthalten. Die Daten der einzelnen Betriebseinrichtungen sind der Öffentlichkeit über eine elektronische Datenbank - das Register - zugänglich zu machen.
Das F/E-Vorhaben untersucht die Möglichkeiten der Implementierung des PRTR auf europäischer und nationaler Ebene. Ausgangsbasis für die Datenerhebung in Deutschland sind verschiedene Register und Inventare in denen Emissionen in Luft und Wasser aus Einzelbetrieben oder diffusen Quellen gehalten werden sowie das Europäische Schadstoffemissionsregister EPER. Die Konzipierung, der Aufbau und die Einrichtung eines Prototyps PRTR für Deutschland baut auf dem Europäischen Emissionsregister EPER auf. So können die dafür bereits eingerichteten Strukturen, Werkzeuge und Grundlagen für ein nationales PRTR weiter genutzt werden. Die datentechnische Umsetzung des PRTR-Konzeptes unterteilt sich in ein Konzept zur Datenerfassung und ein Konzept zur Darstellung und Abfrage der Daten im nationalen Register (PRTR).

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-28601.html