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Georeferenced probabilistic risk assessment of pesticides

Further advances in assessing the risk to aquatic ecosystems by spray drift from permanent crops
 
: Kubiak, R.; Hommen, Udo; Bach, M.; Classen, S.; Golla, B.; Guerniche, D.; Klein, M.; Krumpe, J.; Preuss, T.G.; Ratte, H.A.T.; Roß-Nickol, M.; Schäfers, C.; Strauss, T.; Toschki, A.; Trapp, M.

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Fulltext (PDF; )

Berlin: UBA, 2014, 311 pp. (Bericht); 31 pp. (Anhang A); 38 pp. (Anhang B); 120 pp. (Anhang C); 37 pp. (Anhang D)
Texte - Umweltbundesamt, 05/2014
ISSN: 1862-4804
English
Report, Electronic Publication
Fraunhofer IME ()
Abdrift; aquatische Organismen; Anwendungsbestimmung; Dauerkultur; dynamisches Expositionsmodell; Expositionsmuster; Geodatenbank; eoreferenziert; GeoRisk; geoRISK-WEB; GIS Modellierung; Hotspot; Lebenzyklus; ökologische Eigenschaft; Pestizid; Pflanzenschutzmittel; Probabilistik; Risikomanagementsegment; Risikobewertung; Risikomanagement; Wiedererholung; Wiederbesiedlung

Abstract
Im GeoRisk-Projekt wurde für Obst-, Wein- und Hopfenkulturen in Deutschland ein neuer Ansatz der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln auf der Basis von Geodaten und probabilistischen Verfahren weiter entwickelt und bewertet. Der Ansatz ermöglicht die Ableitung stärker lokalitätsbezogener und somit geeigneterer Risikomanagementmaßnahmen ohne den Schutz der aquatischen Populationen zu verringern. Der GeoRisk-Ansatz beruht auf den folgenden fünf Elementen:
- Georeferenzierte probabilistische Berechnung von Gewässereinträgen über Drift und Verflüchtigung/Deposition in der Nähe von Applikationsflächen sowie der sich ergebenden Initialkonzentrationen in stehenden Gewässern
- Berücksichtigung von Transport und Verdünnung in Fließgewässern durch ein dynamisches Expositionsmodell
- Identifizierung ökologisch kritischer Häufung von Gewässerabschnitten mit hohem Risiko von Effekten (.Hotspots') auf der Basis tolerierbarer Effekte aquatischer Populationen
- Implementierung eines räumlich differenzierten Risikomanagements in den Hotspots
- Bestätigung der Zulassungsfähigkeit von Produkten, wenn durch deren Anwendung keine neuen Hotspots entstehen.
Ein Ergebnis des Projektes ist die Empfehlung eines dynamischen Expositionsmodells anstatt des bisher geplanten
statischen Modells. Für eine flächendeckende Umsetzung in Deutschland liegen jedoch noch nicht ausreichend
Eingangs-Geodaten vor. Vorschläge für die notwendigen Schritte zur Einführung des Ansatzes in allen Raumkulturen in Deutschland inklusive der Implementierung des notwendigen Hotspotmanagements wurden erarbeitet.
Die Software-Anwendung .geoRISK-WEB' inklusive Geodatenbank und Daten-Management-Tool ermittelt Hotspots'
bzw. die Anzahl von Risikomanagementsegmenten, als Kriterium für die Zulassung von PSM-Anwendungen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-280090.html