Fraunhofer-Gesellschaft

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Digitale Begleiter: Konzeption und Entwicklung mobiler Anwendungen

 
: Heuwinkel, K.; Königsmann, T.

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-264766 (737 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 472e574fddeb966b0bd9fffd952911d0
Created on: 3.12.2008


Dortmund: ISST, 2004, 58 pp.
ISST-Berichte, 73
German
Study, Electronic Publication
Fraunhofer ISST ()
Smart-Wear; smart event; mobile solution

Abstract
Mobile Informations- und Kommunikationssysteme (»Mobile Solutions«) bieten große Potenziale. Sie erlauben eine Flexibilisierung der etablierten Arbeitsweisen sowie der Alltagsstrukturen. Im Arbeitsumfeld sind sie inzwischen ein gewohntes Bild: Handelsvertreter erfassen Aufträge direkt beim Kunden per Laptop, Pflegedienste können beim Patienten auf einem PDA ihre erbrachten Leistungen dokumentieren und Marktforscher befragen Kunden in der Einkaufspassage mittels eines Webpads. Auch in der Freizeit und im Event-Bereich sind die ersten »Mobilen« zu entdecken. Museen und Messeveranstalter bieten anstatt kopierter Handzettel Audioguides an. Im Zoo erfährt der interessierte Nachwuchs digital mehr über die Welt der Affen. Bei Sportveranstaltungen tickern SMS auf das Handy. Doch allein die Kombin ation mobiler Endgeräte mit drahtloser Datenübertragung führt noch nicht zu mobilen Anwendungen. Um sinnvolle Lösungen zu entwickeln, sollte zunächst danach gefragt werden, was Mobilität bedeutet und welche Rolle Informations- und Kommunikationstechnologien in diesem Zusammenhang spielen können. Es ist weiterhin zu überlegen, welcher Mehrwert aus Sicht des Anwenders erreicht wird, was dieser als nützlich und bedeutungsvoll empfindet. So bedeutet Mobilität einerseits Freiheit und Bewegung: Daraus resultierend rücken der Anwender und die Situation, in welcher er sich befindet, in den Vordergrund. In diese ist die mobile Anwendung einzubetten. Mobilität bedeutet andererseits auch Bindung, beziehungsweise Einbindung des Einzelnen in größere Zusammenhänge. Damit die mobile Anwendung nicht zu e iner Insellösung wird, sollte ein Integrationsmodell entwickelt werden, welches den Anwender in größere Strukturen Arbeitsprozesse, Informations- und Kommunikationsflüsse sowie soziale Interaktionsmuster einbindet. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) das Konzept der Digitalen Begleiter entwickelt. Es beschreibt eine neue Herangehensweise an die Gestaltung und Einführung mobiler Anwendungen. Das technisch Mögliche wird am Sinnvollen gespiegelt. Das vorliegende Dokument soll in die Thematik der Digitalen Begleiter einführen. Es werden sowohl ein Vorgehen zur Einführung solcher Systeme, als auch die notwendige softwaretechnische Plattform beschrieben. Anhand einer exemplarischen Anwendung, die während der Deutschen Leichathletik Meist erschaft 2002 erstmals präsentiert und im Realbetrieb eingesetzt wurde, werden technische und konzeptionelle Aspekte diskutiert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-26476.html