Fraunhofer-Gesellschaft

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Methode zur Stoff- und Energieflussbilanzierung von Prozessketten

 
: Neugebauer, Reimund; Schieck, Frank; Göschel, Angela; Schönherr, Julia

Neugebauer, Reimund; Drossel, W.-G.; Götze, U. ; Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik -IWU-, Chemnitz; TU Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse:
Methoden der energetisch-wirtschaftlichen Bilanzierung und Bewertung in der Produktionstechnik : 26.10.2010, Chemnitz; Methodenworkshop der Querschnittsarbeitsgruppe 1 "Energetisch-wirtschaftliche Bilanzierung" des Spitzentechnologieclusters eniPROD
Zwickau: Verlag Wissenschaftliche Scripten, 2011
ISBN: 978-3-942267-25-0
pp.131-144
Querschnittsarbeitsgruppe 1 "Energetisch-wirtschaftliche Bilanzierung des Spitzentechnologieclusters eniPROD" (Methodenworkshop) <2010, Chemnitz>
German
Conference Paper
Fraunhofer IWU ()
Energie- und Ressourceneffizienz; Prozesskette; Blechwarmumformtechnik; Presshärten; Heuristik; Methode; Energie- und Stoffstrom

Abstract
Die deutsche Industrie- und Forschungslandschaft nimmt in Bezug auf das Thema Energie- und Ressourceneffizienz eine Spitzenposition ein. Deutsche Unternehmen bedienen mit ihren Produkten, Technologien und Produktionsprozessen circa 20 % des Weltmarktes für Energie- und Ressourceneffizienz [1]. Um dieser Führungsposition gerecht zu werden, ist die nachhaltige Entwicklung von Standards und Methoden zwingend erforderlich. Im vorliegenden Artikel wird eine entwickelte Methode zur Berechnung und Bewertung von Prozessen und Prozessketten hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz vorgestellt. Mit Hilfe von 4 Vorgehensschritten wird der Weg von der „realen Welt“ bis zur quantitativen Berechnung und qualitativen Bewertung von Stoff- und Energieströmen vorgestellt. Am Beispiel der Prozesskette des Presshärtens wird die Methode veranschaulicht und verifiziert. Die Anwendung der Vorgehensweise ermöglicht die systematische Erfassung der Prozesskette des Presshärtens sowie die anschließende ganzheitliche Strukturierung der erfassten Prozesskette in einem Modell. Damit kann zunächst der Energiebedarf einzelner Prozessschritte berechnet werden, um dann in einem nächsten Schritt die gesamte Prozesskette zu bilanzieren. Diese Energie- und Stoffstrombilanz bildet die Grundlage für die Definition einer Energiekennzahl, welche zur prospektiven Prozesskettengestaltung als auch retrospektiven Prozesskettenverbesserung genutzt werden kann. Die Vision besteht darin, dem Anwender ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, welches aus verschiedenen Prozessschritten und -ketten die unter energetischen Aspekten empfohlenen Varianten detektiert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-259340.html