Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

LeiSe - Leichtbaukomponenten für Schiffselemente

 
: Kampen, E.; Sichermann, W.; Müller, Dieter H.; König, C.; Nagel, C.; Brede, M.; Fiedler, A.; Rennecke, H.-J.; Fabritz, A.; Kreft, K.; Heuermann, T.; Kayser, K.

Projektträger Jülich -PTJ-; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie -BMWi-, Berlin; Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek:
Statustagung Schifffahrt und Meerestechnik 2012 : Tagungsband der Statustagung 2012, Jülich; 6. Dezember 2012, Warnemünde
Jülich: Forschungszentrum Jülich, 2012 (Schriftenreihe Projektträger Jülich 4)
ISBN: 978-3-89336-832-7
pp.147-163
Statustagung Schifffahrt und Meerestechnik <7, 2012, Rostock>
German
Conference Paper
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
Ziel des Verbundprojektes "LeiSe" war die Entwicklung leichter Wandsysteme. Unter Beibehaltung brandschutztechnischer, akustischer und thermischer Eigenschaften sollte verglichen mit herkömmlichen Stahl- bzw. Aluminium-Wandsystemen eine Gewichtseinsparung von 20 bis 25 % erzielt werden. Erreicht werden sollte dieses durch Substitution nichttragender Schiffsinnenwände durch leicht montierbare Kassettensysteme, den Einsatz von Materialien mit Brandschutzeigenschaften und körperschalldämpfenden Eigenschaften, hohen Abstrahlverlusten sowie Kleben als dämpfende Fügetechnik. Durch diverse Material- und Systemuntersuchungen sowie die Erstellung einer Material-Datenbank konnte die Simulation von Brandtests optimiert und verifiziert werden. Zukünftig können damit Systemkombinationen entsprechend simuliert werden bevor aufwendige Brandtests anfallen. Hinsichtlich der Schalldämmung konnten durch Versteifung der Paneele tieffrequent Dämmungszuwächse auch über das Massengesetz hinaus erzielt werden. Extrem hohe Dämmungen im hochfrequenten Bereich konnten zugunsten des Gewichtes reduziert werden. Mit der einschaligen, absorbierenden Aluminiumwand wurde das angestrebte Schalldämm-Maß erreicht. Im Falle der Stahlpaneele beeinflussten Dämmungseinbrüche durch Resonanzen und damit Platteneigenschwingungen das positive Gesamtergebnis und führten dazu, dass die angestrebten Schalldämm-Maße nicht ganz erreicht wurden. Hier besteht Optimierungsbedarf. Das Kassettensystem hat sich bewährt, wenngleich die Abdichtung im Bodenbereich sowie der Kassetten untereinander zu verbessern ist. Es konnte gezeigt werden, dass zur Aufnahme der hohen Verschiebungen zwischen einer nichttragenden Leichtbau-Trennwand und dem Schiffsrumpf eine klebtechnische Lösung geeignet ist. Durch die Wahl flexibler Klebstoffe und relativ hoher Schichtdicken lassen sich die schiffbautypischen Schwingspielzahlen erreichen bei gleichzeitiger Verbesserung der Dämpfung und Entkopplung von Körperschall. Die Prognose der Schalldämmung von Wänden (halbempirisches Verfahren) unter Berücksichtigung der Steife der Wand von Dämpfung und Eigenfrequenzen konnte verbessert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-256681.html