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Effizienzpotenziale durch die neuen Hauptenergieträger Sonne und Wind

 
: Schmid, Jürgen; Günther, Matthias; Pape, Carsten; Lüking, Rolf-Michael

:
Fulltext (PDF; )

Szczepanski, Petra (Red.) ; Forschungsverbund Erneuerbare Energien -FVEE-, Berlin; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit -BMU-, Berlin; Bundesministerium für Bildung und Forschung -BMBF-; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie -BMWi-, Berlin; Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz -BMELV-, Berlin; Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung -BMVBS-:
Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz : Beiträge zur FVEE-Jahrestagung 2012, Jahrestagung 2012 des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien, 16.-17. Oktober 2012, Berlin
Berlin: FVEE, 2013 (FVEE-Themen)
pp.26-31
ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE Jahrestagung) <2012, Berlin>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer IBP ()
Fraunhofer IWES ()

Abstract
Die zwei wichtigsten Säulen der Energiewende sind die Steigerung der Energieeffizienz und der weitere Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Um ein nachhaltiges Energiesystem zu gestalten, müssen beide Zielsetzungen, Energie effizienter einzusetzen und die fossil/nuklear basierte Energiegewinnung zunehmend durch eine regenerativ basierte zu ersetzen, verfolgt werden. Diese zwei Zielsetzungen sind aber nicht nur jeweils für sich konstitutive Bestandteile der Energiewende, sondern sie stehen vielfältig miteinander in Beziehung. Ein wichtiger Synergieeffekt ist, dass die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu einer gewaltigen Effizienzsteigerung im Energiesystem führen kann. Über die letzten zwanzig Jahre ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in Deutschland bereits stark angewachsen. Vor dem Hintergrund dieser Dynamik erscheint das im Energiekonzept der Bundesregierung verankerte Ziel erreichbar, bis 2050 60% des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Eine andere Zielmarke, nämlich den Primärenergiebedarf bis 2050 um 50% zu senken, scheint hingegen auf den ersten Blick wesentlich schwieriger zu erreichen. Die Energieproduktivität müsste dazu jährlich um etwa 2% steigen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber, dass schon jährliche Steigerungsraten von 1% nur schwer zu erreichen waren. Ist eine Reduktion des Primärenergiebedarfs um die Hälfte bis zur Mitte des Jahrhunderts also illusionär?
Dieses ehrgeizige Ziel kann durchaus erreicht werden. Neben den vielen einzelnen Effizienzmaßnahmen, die in den verschiedenen Bereichen des Energiesystems und der Energienutzung sinnvoll durchgeführt werden können, muss vor allem auch eine umfassende, äußerst wirksame Maßnahme berücksichtigt werden: der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien können enorme Effizienzgewinne erlangt werden. Werden diese Effizienzgewinne berücksichtigt, wird sichtbar, dass der Primärenergiebedarf tatsächlich drastisch gesenkt werden kann.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-248642.html