Fraunhofer-Gesellschaft

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Entwicklung mechatronischer Systeme mit Formgedächtnislegierungen für industrielle Anwendungen

11. Juni 2013, Dresden; Workshops für Formgedächtnisaktorik
 
: Bucht, Andre; Böhm, Andrea
: Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik -IWU-, Chemnitz; FGL-Netzwerk "Effiziente Wertschöpfung bei Herstellung und Anwendung von Formgedächtnislegierungen"

Chemnitz: Fraunhofer IWU, 2013
VDI-FGL Expertenforum
Workshops für Formgedächtnisaktorik <2, 2013, Dresden>
German
Conference Proceedings
Fraunhofer IWU ()

Abstract
Ein neuer Schwerpunkt wird im Rahmen des 2. Workshops für Formgedächtnisaktorik am 11. Juni 2013 durch das Thema "Entwicklung mechatronischer Systeme mit Formgedächtnislegierungen für industrielle Anwendungen" gesetzt. Die Referenten sind Mitglieder des FGL-Netzwerkes "Effiziente Wertschöpfung bei Herstellung und Anwendung von Form-Gedächtnis-Legierungen (FGL)". Die Workshop-Teilnehmer werden Neues und Wissenswertes über alle Entwicklungsprozesse mit FGL bis hin zur Anwendung für den Maschinenbau und das Automobil erfahren. Bereits am Markt erfolgreiche Serienanwendungen werden in der begleitenden Ausstellung präsentiert. Auch aufgrund der großen Nachfrage im letzten Jahr wird das Expertenforum wieder in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) organisiert.
Systementwicklung mit Formgedächtnislegierungen
Formgedächtnislegierungen werden oft auch als Memory-Metalle bezeichnet. Sie besitzen die Fähigkeit, sich an eine frühere Formgebung bei Erwärmung trotz starker Verformung »erinnern« zu können. Der Einsatz von FGL bietet ein äußerst großes Potential für neue und innovative Anwendungen. Die Vorteile von FGL sind:
-einfacher und kompakter Aufbau
-geringer Bedarf an Bauraum
-minimales Gewicht
-geräuschlose Arbeitsweise
-große Arbeitsleistung pro Volumen
-elektromagnetische Verträglichkeit.
Allerdings sind die Eigenschaften von FGL recht komplex: Sowohl mechanische als auch thermische Belastungen beeinflussen das Materialverhalten maßgeblich. Dies macht es schwierig, das Bauteilverhalten vollständig einzuschätzen, insbesondere, falls noch wenig oder bislang keine Erfahrung beim Umgang mit FGL vorhanden ist. Daher bietet der Workshop die Gelegenheit, sich über die Entwicklungsprozesse eines Bauteils mit FGL von der Materialherstellung, über die Simulation und die prinzipiellen Auslegungsgrundlagen zu informieren und in einen Erfahrungsaustausch mit den Experten vor Ort - am Fraunhofer IWU in Dresden- zu treten.
FGL-Netzwerk: Effiziente Wertschöpfung bei Herstellung
und Anwendung von Formgedächtnislegierungen
Das Netzwerk - koordiniert vom Fraunhofer IWU - bündelt aktuell die Kompetenzen von dreizehn Firmen und drei Forschungspartnern zur FGL-Thematik. Ziel des Netzwerkes ist es stets, die Vorteile von FGL als »Multifunktionswerkstoff« durch innovative Verfahren, Dienst-leistungen und neue Produkte entlang der Wertschöpfungskette in neuen Märkten zu etablieren. Ab Oktober 2013 könnte für weitere Interessenten die Möglichkeit bestehen, in das FGL-Netzwerk aufgenommen zu werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-246743.html