Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Bestimmung des Abbaus von persistenten Pharmazeutika mittels HPLC-MS/MS

Oxidative Behandlung von Krankenhausabwasser-Teilströmen
 
: Türk, J.; Plöger, J.; Kiffmeyer, T.K.; Becker, B.; Kabasci, S.; Schmidt, K.G.; Kuß, H.-M.

Chemie in Labor und Biotechnik : CLB 55 (2004), No.3, pp.97-99
ISSN: 0943-6677
ISSN: 0722-6764
German
Journal Article
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
Krankenhaus; Abwasserbehandlung; Teilstrom; Spurenschadstoff; Schadstoffabbau; Arzneimittel; Flüssigkeitschromatographie; erweitertes Oxidationsverfahren; Ultraviolett (UV); Wasserstoffperoxid; Ozon; Pilotanlage; hospital; wastewater treatment; component current; micropollutant; pollutant degradation; medicine; cyclophosphamide; liquid chromatography (LC); advanced oxidation process (AOP); ultraviolet (UV); hydrogen peroxide; ozone; pilot plant

Abstract
Das weitverbreitete Vorkommen von Arzneimitteln in der Umwelt und die vermuteten nachteiligen Auswirkungen auf den Menschen und die Natur werden derzeit intensiv untersucht und diskutiert. Aufgrund neuerer Ergebnisse wird zurzeit bei Wissenschaftlern und Regelungsbehörden konkreter Handlungsbedarf im Sinne einer vorsorglichen Minimierung des Eintrags gesehen. Die Umsetzung der geplanten Vorgaben erfordert jedoch die Entwicklung effektiver und wirtschaftlich vertretbarer Technologien für diese komplexe Problemstellung.
Für die Reduktion von Pharmazeutikabelastungen in der aquatischen Umwelt gibt es auf dem Weg der Wirksubstanzen vom Patienten zur Trinkwasseraufbereitung verschiedene Ansatzpunkte bezüglich des Einsatzortes der Behandlungsverfahren. Allen Ansätzen gemein ist nach einer entsprechenden Vorbehandlung die Anwendung von oxidativen Verfahren. Besonders hervorzuheben sind hierbei die sogenannten advanced oxidation processes (AOP).
Die Versuche zeigten, dass ein Abbau (> 99%) sowie eine Reduktion der ökotoxikologischen Eigenschaften mit verschiedenen Verfahren erreichbar ist. Je nach Art des eingesetzten Oxidationsmittels (Ozon oder Wasserstoffperoxid) und der verwendeten UV-Strahlung (Quecksilber-Niederdruckstrahler oder -Mitteldruckstrahler) sind Behandlungszeiten zwischen 10 und 90 Minuten erforderlich.
Die beschriebene Verfahrensentwicklung ist Grundlage für den Bau einer Pilotanlage.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-24485.html