Fraunhofer-Gesellschaft

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Vorgehensmodell zur Umsetzung energiebezogener Anforderungen nach ISO 50001 in integrierten Managementsystemen

 
: Schmitt, R.; Große Böckmann, M.

Schmitt, R. ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie -IPT-, Aachen:
Qualität im Unternehmen organisieren und umsetzen : 16. Business Forum Qualität (BFQ), 26. und 27. September 2012, Aachen
Aachen: Apprimus, 2012
ISBN: 978-3-86359-081-9
pp.181-195
Business-Forum Qualität (BFQ) <16, 2012, Aachen>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPT ()

Abstract
Viele Unternehmen verwenden heute ein oder mehrere Managementsysteme. Die größte Bedeutung kommt dabei dem Qualitätsmanagement zu, aber auch Umwelt-, Arbeitsschutz- oder Risikomanagement-Systeme sind weit verbreitet. Integrierte Managementsysteme bilden die Grundlage für vollständig oder zumindest teilweise integrierte Systeme. Die Ziele, die durch diese Integration verfolgt werden, sind unter anderem eine schlankere Unternehmensstruktur, die Reduzierung von Redundanzen und daraus resultierend eine Reduzierung eingesetzter Ressourcen. Darüber hinaus können Kosten reduziert und Mitarbeiter weitergebildet werden, das Image wird positiv beeinflusst und gesetzliche Forderungen werden erfüllt. Integrierte Managementsysteme sind einer Studie von Schwendt et al. zufolge prozessorientiert, innovationsfördernd und ökonomisch. Die Vorgehensweise, die das Fraunhofer IPT zur Integration von Energiemanagement-Systemen in bestehende Qualitätsstrukturen entwickelt hat, gibt Unternehmen eine Systematik an die Hand, mit der sie den Anforderungen zielgerichtet entsprechen können. Das systematische Vorgehen ermöglicht es den Unternehmen, selbst ohne umfassende Kompetenzen hinsichtlich energetischer Fragen, Strukturen zu etablieren, mit denen sie schrittweise Know-how aufbauen. Die damit etablierten Prozesse versetzen die Unternehmen selbstständig in die Lage, Optimierungspotenziale für Energieeffizienz im Unternehmen zu identifizieren. Die Ansatzpunkte für Energieeffizienz findet das Energieteam dabei sowohl beim Gebäude, der Wärmenutzung und -Wiederverwendung, dem Einsatz frequenzgeregelter Antriebe, der situationsangepassten Beleuchtung, dem Kälteeinsatz, der Regelungstechnik, der Produktion und dem Kraftstoffverbrauch. Mit zunehmender Expertise kann das Energieteam auch individuelle Lösungen hocheffizient umsetzen. Sind die Energiemanagement-Strukturen erst einmal in die bestehende Qualitätsumgebung integriert und haben sich etabliert, amortisieren sich die Kosten des Betriebs bereits in kürzester Zeit und das System stiftet hohen Nutzen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-234864.html