Fraunhofer-Gesellschaft

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Aktivierte Beschichtung von Kunststoffen: Vorteile und Probleme

 
: Schultrich, B.

NDVak 2000. Neues Dresdner Vakuumtechnisches Kolloquium
Dresden, 2000
pp.47-54
Neues Dresdner Vakuumtechnisches Kolloquium (NDVaK) <8, 2000, Dresden>
German
Conference Paper
Fraunhofer IWS ()
PVD; Dünnschichtverfahren; polymer

Abstract
Das Grundkonzept der Beschichtungstechnologie beruht auf der Aufgabenteilung zwischen dem Grundwerkstoff und dem Oberflächenbereich: Das Grundmaterial übernimmt im Sinne eines (oft preiswerteren und einfacher zu verarbeitenden) Konstruktionswerkstoffes insbesondere die Rolle des mechanischen Trägers, während andere Funktionen in der Oberflächenschicht konzentriert werden. Ein besonders großes Anwendungspotential haben derartige Schicht-Substrat-Verbünde, wenn es dadurch gelingt, die spezifischen Vorteile sehr unterschiedlicher Materialklassen zu vereinigen. Die Abscheidung von anorganischen Schutz- oder Funktionsschichten auf organischen Kunststoffen ist deshalb wegen der extremen Unterschiede dieser Materialien ein äußerst attraktives Feld der Schichttechnologie. Sie stellt aber zugleich wegen der Besonderheiten der Kunststoffe eine große Herausforderung an die Verfahrenstechnik dar (Tab. 1). Neben dem sehr unterschiedlichen Verformungsverhalten bei mechanischer und/oder thermischer B elastung muss insbesondere die mögliche Degradation des Kunststoffsubstrates bei der Beschichtung durch dessen Temperatur- und Strahlenempfindlichkeit beachtet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Zustand des Oberflächenbereiches oft durch wechselnde Gehalte von Trennmitteln, Additiven und/oder Feuchtigkeit nicht klar definiert ist.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-2310.html