Fraunhofer-Gesellschaft

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Instrumente des Wissensmanagements - Beispiel einer Methode zum Wissenstransfer und zur Ergebnissicherung in nutzerzentrierten Forschungsprojekten

 
: Trübswetter, Angelika

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Fulltext urn:nbn:de:0011-n-2230500 (16 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 34249f2de7caf4fde86b0406809fef9c
Created on: 9.1.2013


Berlin, 2012
Berlin, TU, Master Thesis, 2012
German
Master Thesis, Electronic Publication
Fraunhofer-Gesellschaft
Wissensmanagement; Wissenstransfer; Storytelling; Nutzerzentrierung; Discover Markets; Innovationsgenese; qualitative Sozialforschung; Rehabilitation; Expertensystem

Abstract
Am Beispiel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten nutzerzentrierten Forschungsprojekts »Discover Markets« wird in der vorliegenden Arbeit das Konzept einer Online-Datenbank als Wissensmanagement-Instrument für die Innovationsgenese entwickelt. Ausgehend von den theoretischen Grundkonzepten von Wissen und den Instrumenten des Wissensmanagements, werden Wissensmanagement und innovative Produktentwicklung im Kontext nutzerzentrierter Forschungsansätze diskutiert. Als konkretes Beispiel für eine nutzerzentrierte Vorgehensweise wurden im Rahmen qualitativer Studien Fokusgruppendiskussionen mit Patientinnen und Patienten durchgeführt, um die für den Forschungsprozess relevanten Informationen, Erkenntnisse und Erfahrungen zu erhalten. Ausgehend von diesem Transfer des Nutzerwissens, stellt sich die hier vorgelegte Arbeit der Frage nach einem adäquaten Wissensmanagement-Instrument zum Wissensaustausch und zur Ergebnissicherung im Forschungsprozess. Das hier vorgestellte Instrument stellt die Verbindung des narrativen Wissensmanagement-Ansatzes des Storytellings mit einer technischen Komponente einem Expertensystem dar. Aufbauend auf Geschichten, die durch Bearbeitung von Patientenbiographien generiert wurden, werden alle potentiellen Informationen und Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprozess, inklusive der hier exemplarisch vorgestellten Ergebnisse der Fokusgruppendiskussionen, in eine Online-Datenbank integriert. Neben den qualitativen Ergebnissen werden die narrativ dargebotenen Patientenbiographien zusätzlich mit wissenschaftlichen Informati onen über gesellschaftliche, soziale und politische Rahmenbedingungen angereichert, sowie mit Bild-, Film- und Audiomaterial unterstützt. Die Datenbank ermöglicht ihren Nutzerinnen und Nutzern einen differenzierten Einblick in die Lebenswelt der Patientinnen und Patienten und erschließt einen Zugang zu ihren Bedürfnissen. Dadurch soll den Ingenieurinnen und Ingenieuren ein Wissensmanagement-Instrument an die Hand gegeben werden, das es ihnen ermöglicht die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der zu entwickelnden Technologie besser zu verstehen und so bedarfsgerechte Technologien und Produkte entwickeln zu können.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-223050.html