Fraunhofer-Gesellschaft

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Öko-Effizienz durch Nutzenverkauf am Beispiel der Automobilindustrie

 
: Vischer, G.
: Seliger, G.

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Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 2004, IX, 189 pp.
Zugl.: Berlin, TU, Diss., 2004
Berichte aus dem Produktionstechnischen Zentrum Berlin
ISBN: 3-8167-6561-0
ISBN: 978-3-8167-6561-5
German
Dissertation
Fraunhofer IPK ()
automobiler Lösungsraum; Automobilindustrie; Auto-Mobilitätspaket; Bedürfnisbefriedigung; Kontinuum zwischen Produkt- und Nutzenverkauf; Nutzenverkauf; Öko-Effizienz; Ressourcenverbrauch; Wettbewerbsfähigkeit

Abstract
Das World Business Council for Sustainable Development definiert Öko-Effizienz als das gleichzeitige Streben nach Bedürfnisbefriedigung, Wettbewerbsfähigkeit und Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Inwieweit sich durch Nutzenverkauf im marktwirtschaftlichen Wettbewerb ökologische Ziele erreichen lassen, wird im Rahmen dieser Arbeit am Beispiel der Automobilindustrie untersucht. Die Abgrenzung von Produkt- und Nutzenverkauf erfolgt mittels eines Kriterienschemas, das die nutzenstiftende Bereitstellung von Produktfunktionen charakterisiert. In Abhängigkeit der Freiheitsgrade in den Nutzungskriterien lassen sich wesentliche Angebotsklassen identifizieren und in ein Kontinuum von Produkt- und Nutzen-verkauf bringen, wobei jede der Angebotsklassen unterschiedliche Potentiale zum Erreichen ökologischer Ziele im Wettbewerb birgt. Die automobile Instanziierung dieser Potentiale erfolgt, indem über unterschiedliche Ausprägungen der Nutzungskriterien der automobile Lösungsraum aufgespannt und sowohl angebots- als auch nachfrageorientiert interpretiert wird. Aus der Gegenüberstellung von Angebot und potentieller Nachfrage des Pkw-Produkt- und Nutzenverkaufs ergeben sich die Lücken im bestehenden automobilen Angebot. Sie lassen sich durch das Auto-Mobilitätspaket, eine im automobilen Lösungsraum umrissene Geschäftsidee auf Basis des Nutzenverkaufs, schließen. Das als Baukastensystem aufgebaute Auto-Mobilitätspaket läßt sich individuell auf Kundenbedürfnisse einstellen. Der Wettbewerbsvorteil des Nutzenverkaufs kann in Anlehnung an Porter aus dem Vergleich des Abnehmerwertes beim Kunden und den Kosten beim Unternehmen abgeleitet werden. Die ökologische Vorteilhaftigkeit ergibt sich aus einem Wirkzusammenhang zwischen Ressourcenverbrauch und Maß-nahmen zur Kostensenkung entlang des Produktlebenszyklus.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-21654.html