Fraunhofer-Gesellschaft

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Datenbank für Speditionssoftware

 
: Heimann, B.

Jahrbuch der Logistik 2004
Düsseldorf: Verlagsgruppe Handelsblatt, 2004 (Jahrbuch der Logistik 18)
ISSN: 0932-6189
pp.106-109
German
Book Article
Fraunhofer IML ()
Spedition; Software; Speditionssoftware; Verkehrslogistik

Abstract
Alleine auf dem deutschen Markt gibt es mehr als 150 verschiedene Unternehmen, die Softwareprodukte für den Speditionsbereich anbieten. Hierbei werden verschiedenste heterogene Produkte angeboten, die jedes für sich, eine Vielzahl von Funktionen abdeckt und teilweise sehr branchenspezifisch programmiert wurde. Für den Spediteur, der eine neue Software speziell für sein Unternehmen sucht, gestaltet sich die Auswahl sehr schwierig. Was fehlt, ist ein neutraler Überblick, der die Funktionalitäten und die Leistungsfähigkeit der einzelnen Softwarepakete vergleichend gegenüberstellt und die große Auswahl der Produkte auf die für den jeweiligen Anwendungsfall günstigen einschränkt.
Dieser Aufgabe hat sich das Team transport-it des Lehrstuhls Verkehrssysteme und -logistik der Universität Dortmund und des Fraunhofer IML Anfang 2003 gestellt. Neben dem reinen Sammeln von Fakten zu Speditionssoftwareprodukten stehen jedoch die Nachfrager, also die Speditionen, im Vordergrund des Projektes transport-it: Jeder Nutzer stellt andere Anforderungen an eine Speditionssoftware, während die einen auf eine bestimmte Funktionalität Wert legen, steht für den nächsten Spediteur die unterstützte Hardwareplattform oder die Abbildung des eigenen Lagereigeschäftes im Vordergrund. Hier hat jeder Spediteur sein eigenes Bewertungsschema, nach dem er Speditionssoftware sondiert und welche Funktionsbereiche er von einer Speditionssoftware erwartet. Um diesem gerecht zu werden, werden umfangreiche Fakten über die Softwareprodukte gesammelt und dokumentiert.
Auf Basis der Anfragen von Softwaresuchenden an die Datenbank können darüber hinaus Wünsche und Anforderungsprofile der Kunden ermittelt werden, Hieraus lassen sich ggf. aktuelle Trends für die Verkehrslogistik ableiten - was auf der anderen Seite für die Softwarehersteller bedeutet, dass die eigenen Produkte diese Funktionalitäten in Zukunft abdecken sollten.
Um die beiden Ziele Trendermittlung und Vergleichbarkeit zu erreichen, bildet der Fragebogen, mit welchem die Softwareprogramme beschrieben und charakterisiert werden die Basis. Durch geeignete Fragestellungen und anschließende Auswertemechanismen der Nutzerprofile ergeben sich wertvolle Ansatzpunkte für die Weiterentwicklungsbedarfe bei aktuellen Softwareprodukten.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-20656.html