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Elektrisch leitfähige transparente Beschichtungen auf organischer Basis - Carbon Nano Tubes (CNT)

Vortrag gehalten beim Workshop "Carbon-Nano-Technologie": Anwendungsbereit fur smarte Textilien; 23. Mai 2012, Weimar
 
: Nemec, Dominik

:
presentation urn:nbn:de:0011-n-2061855 (1.6 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 48d7f5c885dfde32c08235fb3bd222d0
Created on: 27.6.2012


2012, 16 Folien
Workshop "Carbon-Nano-Technologie - Anwendungsbereit für smarte Textilien" <1, 2012, Weimar>
German
Presentation, Electronic Publication
Fraunhofer IPA ()
Carbon Nanotube (CNT); Leitfähigkeit; Textilfertigung

Abstract
Der Markt für transparente und elektrisch leitfähige Schichten ist in den letzten Jahren mit Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich überproportional gewachsen. Treiber dieser Entwicklung war vor allem ein erhöhtes Kundeninteresse an Konsumgüteranwendungen, bei denen optisch transparente Elektroden eine tragende Rolle spielen. Aber auch Anwendungen der Elektronikindustrie und der Photovoltaik haben die Nachfrage weiter beschleunigt.
Das Ziel der Entwicklungsarbeiten, im Bereich der elektrisch leitfähigen transparenten Beschichtungen auf organischer Basis, ist Alternativen zu den zurzeit meist eingesetzten Indiumzinnoxid (ITO) Schichten zu erarbeiten. Dabei werden transparente Beschichtungen aus Single-Wall-Carbon-Nanotubes (SWNT) in der Kombination mit PEDOT hergestellt, untersucht und optimiert. Es wird an der signifikanten Verbesserungen hinsichtlich der Flexibilität, der Transparenz, der elektrischen Leitfähigkeit sowie der Temperatur- und Feuchtebeständigkeit gegenüber dem derzeitigen Stand der Technik gearbeitet.
Ansätze für den Einsatz im Bereich der Textilien:
Heutzutage, lösen viele Ansätze für tragbare Elektronik das Problem der Anbindung der elektronischen Komponenten untereinander mittels der drahtlosen Kommunikation oder konventionelle Verkabelung. Drahtlose Schnittstellen-Lösungen grenzen die Sensor Funktionalität in der Anbindung zu der benötigten Energieversorgung. Des Weiteren muss der Benutzer bei jeder Benutzung zusätzlich die drahtlose Kommunikation manuell herstellen. Dahingegen grenzt die konventionelle Verkabelung den Tragekomfort des Benutzers deutlich ein. Eine höhere Energieeffizienz an den Schnittstellen könnte erreicht werden, wenn die Sensoren in die Kleidung direkt eingebettet wären. Bei der Idee der tragbaren intelligenten Kleidung sollte im Idealfall, ein solcher Sensor nahtlos in das Gewebe eingebettet sein. Eine Möglichkeit, die Anbindung solcher Sensoren durch die Struktur des Textilmaterials würde die Notwendigkeit der Herstellung einer drahtlosen Sensor-Kommunikation sowie der Energieversorgung vermeiden.
Eine Möglichkeit für die flexible Elektronik könnte in der Beschichtung von Textilfasern liegen wobei die Sensoren oder Systeme direkt in die Kleider integriert, bzw. in die Textilstruktur eingearbeitet werden. Dieser Ansatz bietet eine neue Lösung für die traditionelle Textilindustrie um ihre Produktpalette, durch neue Kommunikations- und/oder Gesundheits-Überwachungs-Funktionen zu erweitern.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-206185.html