Fraunhofer-Gesellschaft

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Sauberraumsysteme

 
: Schmauz, Günther; Ernst, Christian

:

Gail, Lothar (Hrsg.); Gommel, Udo (Hrsg.); Hortig, Hans-Peter (Hrsg.):
Reinraumtechnik. 3., aktual. und erw. Aufl.
Berlin: Springer, 2012
ISBN: 978-3-642-19434-4
eISBN: 978-3-642-19435-1
ISBN: 3-642-19434-6
DOI: 10.1007/978-3-642-19435-1
pp.623-646
German
Book Article
Fraunhofer IPA ()
Sauberraum; Partikelminimierung; Restschmutz; technische Sauberkeit

Abstract
Immer mehr Produkte werden durch herstellungs- und verarbeitungsbedingte Partikelrückstände in deren Qualität und Funktion beeinträchtigt. Ein bezeichnendes Beispiel für Qualitätsprobleme durch makroskopische Restschmutzpartikel >> 5 µm sind die Komponenten und Systeme der modernen Kraftfahrzeugtechnik. Zur Vermeidung und Minimierung kritischer Rückverschmutzung von sauberen Komponenten und -systemen sind technische und operative Maßnahmen in der Prozesskette erforderlich. Hierzu zählt speziell deren Verarbeitung und Montage unter Sauberraumbedingungen. Gestaltung und Betrieb von Sauberräumen orientieren sich an den Grundsätzen von Reinrauminstallationen. Da in Sauberräumen die Beherrschung von Makropartikeln >> 5 µm im Vordergrund steht, ist der Aspekt der Reinlufttechnik zur Minimierung luftgetragener Partikel von untergeordneter Bedeutung. Das Aufkommen der häufig als kritisch geltenden Makropartikel aus relativ schweren bzw. harten Materialien kann durch Einsatz von Reinlufttechnik nicht maßgeblich eingedämmt werden. Der Nutzen einer Sauberrauminstallation begründet sich im Wesentlichen auf deren Barrierefunktionen in Verbindung mit Zonenkonzept, Verpackungsmaterialien, sauberkeitsgerechtem Materialfluss, Personalverhalten sowie Reinhaltung der Produktionsflächen und Betriebsmittel. Bei Produkten, für die speziell auch luftgetragene makroskopische Staubfasern kritisch sind, kann durch Kombination von Raumklimatisierung mit Elementen der Reinlufttechnik zusätzlich eine relativ effiziente und kostengünstige Reduzierung solcher Schwebstoffteilchen erfolgen. Ein bewährtes Instrument zum Umgebungs- und Prozessmonitoring sind Partikelfallen - Sedimentationsflächen, auf denen die abgeschiedenen Partikel mit automatisierten Mikroskopen erfasst werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-205490.html