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Entwicklung eines optimierten Systems zur Entsorgung von Baustellenabfällen unter besonderer Berücksichtigung der klein- und mittelständischen Struktur der Baubranche

Forschungsendbericht AiF- Vorhaben - Nr.: 12814 N
 
: Möller, Verena; Ebel, Gerald

Dortmund, 2003, 225 pp.
AIF-Forschungsbericht, 12814 N
Reportnr.: AiF 12814 N
German
Report
Fraunhofer IML ()
Baustellenlogistik; Baulogistik; Entsorgungslogistik; Prozeßkostenrechnung; Bauwirtschaft; Kosteninformationssystem (KIS)

Abstract
Die Situation der kleinen und mittleren Betriebe der Baubranche ist stark angespannt, sie kämpfen gegen einen langanhaltenden Abwärtstrend. In dieser Phase ist die Ausnutzung von Einsparpotentialen überlebenswichtig. Ein Ansatz zur Kostenreduzierung liegt in der Entsorgungslogistik, ein von den Akteuren oftmals falsch eingeschätzter Kostenfaktor. Die Organisation ist nicht prozessoptimiert und daher unnötig kostenintensiv. Kosten, die der Bauunternehmer nicht an den Bauherren weitergeben kann.
Dem Informationsdefizit begegnete das Fraunhofer IML durch eine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der prozessorientierten Betrachtung der Entsorgungslogistik. Das Vorhaben (AiF-Nr.: 12814N) wurde mit Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen »Otto von Guericke« e.V. (AiF) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. gefördert.
Der Schwerpunkt des Forschungsvorhabens lag in der Schaffung eines Instrumentariums, welches es kleinen und mittleren Bauunternehmen ermöglichen soll, mit geringen Planungsaufwand die betriebsinternen Entsorgungskosten zu bestimmen und zu reduzieren. Beispielrechnungen belegen Einsparpotentiale von über 50 % für einzelne Fraktionen. Zusätzlich hilft eine Handlungsanweisung, sich in der Masse der gesetzlichen Vorgaben zurecht zufinden und die geforderten Anforderungen zu erfüllen.
Eine entscheidende Rolle spielt die im Januar 2003 in Kraft getretene Gewerbeabfallverordnung. Sie verlangt von Bauunternehmen bestimmte Abfallströme bereits am Anfallort getrennt zu halten, zu lagern und zu entsorgen. Eine Ausnahme kann nur erreicht werden, wenn die entstehenden Mehrkosten dem Unternehmen nicht zugemutet werden können.
Mit dem am Fraunhofer IML entwickelten Excel-Tool ist die in der Verordnung geforderte Vergleichsrechnung mit wenig Aufwand durchführbar und ermöglicht den Unternehmen so, zusätzliche Kostenbelastungen durch die Verordnung abzuwehren.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-20264.html