Fraunhofer-Gesellschaft

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Überprüfung hochbeanspruchter Kehlnahtbereiche an Speisewasser- und Frischdampfleitungen im Sicherheitsgebäude - Durchdringungsbereich

 
: Gribi, M.; Hübschen, G.; Zumstein, H.-J.; Zubler, H.

Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
Die ZfP der DACH-Länder im Spiegelbild internationaler Normung. Band 1
1996 (DGZfP-Berichtsbände 52,1)
ISBN: 3-931381-07-0
pp.243-249
Jahrestagung Zerstörungsfreie Materialprüfung <1996, Lindau>
German
Conference Paper
Fraunhofer IZFP ()
Speisewasserleitung; Frischdampfleitung

Abstract
Hochbeanspruchte Kehlnähte an den Speisewasser- und Frischdampfleitungen im Sicherheitsgebäude-Durchdringungsbereich wurden erstmals in das Prüfprogramm aufgenommen, was die Entwicklung einer geeigneten Prüftechnik erforderte. Die Kehlnähte sind zum Teil sehr schwer zugänglich und nur mechanisiert prüfbar. Als aufzufindende Fehler wurden senkrechte und +/- 45° geneigte Unternahtrisse in Umfangsrichtung postuliert. Nach Vorversuchen mit piezoelektrischen Prüfköpfen und EMUS entschied man sich schließlich für die EMUS-Prüftechnik, welche neben einer besseren Fehlernachweisbarkeit auch Vorteile hinsichtlich Prüfungsdurchführung (Manipulation) aufweist. Dank des guten Winkelspiegeleffekts bei sehr flachen Einschallwinkeln und des breiten Schallbündels konnte mit EMUS auf ein mäanderförmiges Abscannen des Prüfbereiches verzichtet werden. Stattdessen genügten Linienscans in verschiedenen Abständen zur Kehlnaht. Für die Qualifikation der Prüftechnik musste ein 1:1-Mock-up hergestellt werden, der auch die vor Ort herrschende Zugänglichkeit simuliert. Daran wurde die Prüftechnik optimiert und das Handling des Manipulators eingeübt.
Im Frühling 1995 wurde die Prüfung im Block II durchgeführt. Sämtliche geprüften Kehlnähte waren in einwandfreien Zustand, und die Prüfung verlief dank guter Vorbereitung völlig problemlos. Der Betreiber beschloss deshalb, auch die betreffenden Bereiche im Block I zu überprüfen. Im Verlauf dieser zweiten Prüfung wurden verschiedene, zum Teil registrierungspflichtige Anzeigen gefunden, die auf Grund der vorliegenden Informationen nicht eindeutig als geometriebedingt klassiert werden können. Die eingesetzte Prüftechnik war als reine Suchtechnik qualifiziert worden, da mit EMUS eine Fehlertiefenbestimmung zur Zeit nur in Ausnahmefällen möglich ist. Die in sie gesetzten Erwartungen haben sich daher weitgehend erfüllt. Zur Abklärung der Anzeigen müssen nun jedoch weitere Schritte unternommen werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-19962.html