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Service basierte Assistenzsystembausteine für die taktische Optimierung der Bestandsstrategie

Bestandsmanagement, Distributionsnetzwerke, Supply Chain Management, Logistik-IT, Service-basierte Architekturen. Bausteine bieten den Supply Chain Planern die Möglichkeit, die Planungsaktivitäten zwischen Absatz-, Produktions- und Bestandsplanung in der Distribution besser zu vernetzen. Planungsschritte können methodengestützt, auf der Basis einer aktuellen Datengrundlage und in angemessener Zeit durchgeführt werden. Assistenzsystembausteine werden derzeit prototypisch umgesetzt und mit Realdaten getestet
 
: Hegmanns, Tobias; Klingebiel, Katja; Winkler, Matthes; Bruns, Christoph

Wolf-Kluthausen, Hanne:
Jahrbuch der Logistik 2012
Korschenbroich: free beratung, 2012
ISSN: 0932-6189
pp.44-48
German
Book Article
Fraunhofer IML ()
Assistenzsystem; Optimierung; Distributionssystem; Lagerstandort; Supply Chain Management (SCM); Bestandsmanagement; Distributionsnetzwerk

Abstract
Distributionssysteme bestehen aus einer Vielzahl von Lagerstandorten zur bedarfsgerechten Belieferung von Kunden. Hierbei kann das Artikelsortiment bis zu mehrere Tausend unterschiedliche Artikel umfassen, welche aufgrund einer immer weiter voranschreitenden Dynamisierung der Märkte einer sich ständig ändernden Nachfrage unterliegen. Wettbewerbsvorteile in Logistiknetzwerken lassen sich langfristig nicht etwa über eine redundante Kapazitätsvorhaltung erzielen, sondern nur über ein angemessenes Maß an Adaptivität an sich schnell ändernde Absatz- und Bezugsmöglichkeiten. Ein regelmäßiger Neuplanungsbedarf ergibt sich daher insbesondere auf der taktischen Planungsebene. In der taktischen Logistiknetzwerkplanung geht es darum, die Bestandstrategie und davon anhängige Prozessparameter in kürzeren Zeitintervallen (z.B. quartalsweise, halbjährlich) anzupassen. Diese Prozessanpassungen ermöglichen es, auf aktuelle Entwicklungen der Nachfrage, des Artikelsortiments oder der Kundenanforderungen einzugehen und so die Prozesse des Logistiknetzwerkes stets effizient zu betreiben. Die zu treffenden Planungsentscheidungen ziehen in der Regel keine radikalen gestalterischen Umwürfe der Logistikstrukturen und des Ressourceneinsatzes nach sich, sondern beeinflussen die Ausgestaltung und den Betrieb der Logistikprozesse auf einer eher operativen Ebene. Im Fokus steht die zentrale Frage nach der optimalen Bestandstrategie, die sich durch Entscheidungen bezüglich Bevorratungsebenen, Lieferzeiten und Servicegraden ausdrückt, und in deren Folge wichtige Prozessparameter wie Sicherheitsbestände, Meldebestände, Bestelllosgrößen und andere Dispositionsparameter festgelegt werden. Die angesprochenen Planungsentscheidungen sind dabei im Kontext des Zielkonflikts zwischen hoher Logistikleistung (Lieferservice) und geringen Logistikkosten (Bestandskosten, Prozesskosten) zu treffen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-199386.html