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Technologiebasierte Analyse der Stromnachfrage im Deutschen Haushaltssektor bis 2050

 
: Elsland, Rainer; Boßmann, Tobias; Wietschel, Martin

12. Symposium Energieinnovation 2012. CD-ROM : 15.-17.2.2012, Graz/Austria
Graz: Verlag der TU Graz, 2012
ISBN: 978-3-85125-200-2
24 pp.
Symposium Energieinnovation <12, 2012, Graz>
German
Conference Paper
Fraunhofer ISI ()
Stromnachfrage; technologiebasierte Analyse; Lastprofil; Haushaltssektor

Abstract
Eines der größten Potentiale zur Senkung der Strom- respektive Endenergienachfrage in Deutschland weist der Haushaltssektor auf. Dieser befindet sich derzeit sowohl in Bezug auf die Zusammensetzung der Haushalte - Tendenz zu weniger Personen pro Haushalt - als auch in technologischer Hinsicht - z. B. zunehmende Verbreitung von Wärmepumpen- in einem strukturellen Wandel. Im Rahmen dieses Beitrages werden drei explorative Szenarien zur zukünftigen Entwicklung der Stromnachfrage im Haushaltssektor bis 2050 berechnet, um die Auswirkungen dieses Wandels zu untersuchen. Hierzu erfolgt in einem ersten Schritt diejahresdiskrete Berechnung der Stromnachfrage, aufgeschlüsselt nach einzelnen Technologien und unter Berücksichtigung der sich ändernden sozioökonomischen Treiber wie z. B. der Anzahl der Bevölkerung. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt technologiespezifische Lastprofile auf stündlicher Basis erstellt, um auch die strukturellen Auswirkungen der Stromnachfrageentwicklung auf die Lastganglinie innerhalb eines Tages zu untersuchen. Aus den Berechnungsergebnissen der jährlichen Stromnachfrage geht hervor, dass es im Referenzszenario zu einem Anstieg der Stromnachfrage um ca. 6 TWh (+4,3 %) bis zum Jahr 2050 - bezogen auf das Jahr 2008 - kommt, während die anderen beiden Szenarien mit ambitionierteren energiepolitischen Regularien zu einer Reduktion der Stromnachfrage um ca. 13 TWh (-9,3 %) respektive 27 TWh (-19,4 %) im selben Zeitraum führen. Bei den Lastprofilen lässt sich szenarienübergreifend ein relativer Anstieg der Stromnachfrage in der zweiten Tageshälfte zwischen 16 Uhr und 22 Uhr konstatieren, was primär auf die zunehmende Verbreitung von Wärmepumpen sowie von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnologien zurückzuführen ist.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-198806.html