Fraunhofer-Gesellschaft

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Visualisierung Semantischer Constraints

 
: Schulze, D.
: Grimm, P.; Dörner, R.

Dresden, 2002, 92 pp.
Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dipl.-Arb., 2002
German
Thesis
Fraunhofer IGD ()
visualization; constraint; authoring environment

Abstract
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit semantischen Constraints von Objekten und der Möglichkeit ihrer Darstellung innerhalb einer Anwendung. Die Idee besteht darin, durch Eigenschaften und die gebräuchliche Verwendung von Objekten den Gegenstand in seinen Freiheiten einzuschränken (durch die Definition semantischer Constraints) und damit dem Nutzer ein einfacheres Umgehen mit Objekten im dreidimensionalen Raum zu erlauben. Die Constraints beeinflussen den Gegenstand in verschiedenen Richtungen. So kann einem Fernseher mitgeteilt werden, dass er auf Tischen bzw. Fernsehtischen abgestellt werden kann, jedoch nicht auf dem Fußboden oder auf Schränken. Der Fernseher weiß des weiteren, dass er nur entlang bestimmter Achsen verschoben und rotiert werden darf, da ansonsten unnatürliche Effekte, wie die Durchdringung mit Wänden auftreten können. Die Verwendung semantischer Constraints schränkt das Objekt einerseits für eine einfachere Nutzung ein und kann andererseits dem Nutzer bei der Einrichtung von Räumen behilflich sein, indem es beispielsweise Tipps zur Positionierung des Gegenstandes angibt.
Die Arbeit beschreibt, welche Constraints für die Objekte verwendet und wie sie mit dem Gegenstand genutzt werden. Neben der Beschreibung der semantischen Constraints ist ein weiterer Aspekt dieser Arbeit von Wichtigkeit - die Visualisierung. Mit ihr ist es der Anwendung, die semantische Constraints nutzt, möglich einen Nutzer über das Vorhandensein dieser Constraints zu informieren und wenn nötig eine Aktion zu verlangen. Der Nutzer kann erst durch die Visualisierung darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass Constraints verwendet werden und ist darüber hinaus in der Lage auf diese zu reagieren. Die Anwendung kann ihm beispielsweise zeigen, dass eine Verbindung zwischen zwei Objekten, aufgrund ihrer gegenüberliegenden Seiten, möglich ist. Der Nutzer hat daraufhin die Wahl das von ihm verschobenen Objekt loszulassen und somit diese Verbindung zu erlauben oder es aus dem Einflussbereich des anderen Objekts zu ziehen.
Diese Arbeit enthält ein Konzept zur Modellierung semantischer Constraints und stellt Varianten ihrer Visualisierung vor. Aus diesem Konzept wurde ein Prototyp entwickelt, der die Ideen und Gedanken in einem Programm zusammenfasst. Der Prototyp stellt dabei Objekte mit semantischen Constraints zur Verfügung und erlaubt ihre gegenseitige Manipulation. Der Nutzer wird während der Arbeit durch Visualisierungen auf aktuelle Umstände hingewiesen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-18989.html