Fraunhofer-Gesellschaft

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Improvisierte Nuklearwaffen

Herstellung einfacher Nuklearwaffen durch terroristische Gruppen?
Crude nuclear weapons - can terrorist groups build simple nuclear weapons?
 
: Hafner, P.
: Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen -INT-, Euskirchen

Euskirchen: Fraunhofer INT, 2003, 18 pp.
Bericht - Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen, 175
German
Report
Fraunhofer INT ()
Nuklearwaffe; Kernspaltungswaffe; Kanonenrohranordnung; nuklearer Terrorismus; asymmetrische Bedrohung

Abstract
Für die improvisierte Herstellung von nuklearen Waffen kommen in erster Linie Kernspaltungswaffen vom Einfach-Kanonenrohr-Typ in Frage. Diese zeichnen sich durch äußerst einfachen Aufbau aus, mit Konstruktionsdetails, die inzwischen weitgehend offengelegt und somit allgemein zugänglich sind. Dieser Kernwaffentyp verwendet in aller Regel Uran-235 als Spaltstoff. Die konkrete Auslegung einer Kernspaltungswaffe vom Kanonenrohrtyp kann mit Hilfe von Näherungsformeln vorgenommen werden. Insbesondere kann bei einer solchen Waffe auf einfache Weise die Menge des Spaltstoffs bestimmt werden, die für eine gewünschte Sprengkraft erforderlich ist. Numerische Simulation und nukleare Tests sind zur Entwicklung von nuklearen Waffen dieses Typs nicht erforderlich. Die Verfügbarkeit des erforderlichen Spaltstoffs vorausgesetzt, typischerweise 20-30 kg waffenfähiges Uran pro improvisiertem nuklearen Sprengkörper, können Kernspaltungswaffen in einfacher Kanonenrohranordnung unter Rückgriff auf die weltweit vorhandene Technologie der Rohrwaffen von einer hinreichend motivierten Interessenten-Gruppe jederzeit "kurzfristig" produziert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-17187.html