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Technologische Position Niedersachsens

Eine Analyse der Patentanmeldungen aus Niedersachsen im nationalen und internationalen Vergleich zum NIW-Forschungsvorhaben "Wirtschafts- und Forschungsstandort Niedersachsen" im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr. Wirtschafts- und Forschungsstandort Niedersachsen II
 
: Legler, H.; Schasse, U.; Schmoch, U.
: Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. -NIW-, Hannover

Hannover: NIW, 1997, 100 pp.
Forschungsberichte des NIW, 25
German
Book
Fraunhofer ISI ()
Maschinenbau; Vergleich System; Weltwirtschaft; Bundesrepublik Deutschland; Länderbericht; Forschung und Entwicklung; Technologiewettbewerb; Patentanmeldung; Biotechnologie; Chemie; Niedersachsen; Innovationspotential; Patent; Vergleich; Forschung

Abstract
Patentanmeldungen bilden einen Parameter, um das technologische Potential und die Leistungsfähigkeit eines Landes sowie sein Engagement in Wachstumsbranchen zu erfassen. Im vorliegenden Bericht geht es um den nationalen und internationalen Technologievergleich Niedersachsens, der anhand der Patentanmeldungen analysiert wird. Auf beiden Ebenen liegt der Schwerpunkt im Maschinenbau, allerdings kommen international noch die Bereiche Prozeßtechnik und Konsumgüter hinzu. Differenziert man die Technikbereiche, so zeigt der Bereich Chemie positive Ansätze bei landwirtschaftlichen Produkten, Lebensmitteln und Biotechnologie. Die Patentspezialisierung im Maschinenbau wird von Innovationen im Transport und Verkehr getragen. Hier sind insbesondere die Entwicklung in der Kraftfahrzeug- und Motorentechnik von Volkswagen ausschlaggebend. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Schienenverkehr. Trotz dieser Spezialisierungsvorteile sinkt die Zahl der Maschinenbaupatente aufgrund sinkender FuE-Anstrengungen bzw. -Intensität der Unternehmen. Weitere Erkenntnisse erhält man bei der Auswertung der Patente nach dem Anmeldestatus, des Konzentrationsgrades und der regionalen Herkunft. Der Großteil der Anmeldungen kommt von Unternehmen, die sich auf wenige Firmen im Bereich Maschinenbau konzentrieren. Die freien Erfinder sind meist Hochschulprofessoren aus den Bereichen Konsumgüter, Medizintechnik, Umwelttechnik, Werkzeugmaschinen und Biotechnologie. Während die regionale Bindung bei Maschinenbau, Konsumgütern und Umwelttechnik noch vorhanden ist, kommen Anmeldungen aus der Chemie hauptsächlich aus den übrigen Bundesländern, da es sich um Firmen handelt, deren Zentrale dort liegt. Für eine Einordnung des technologischen Potentials Niedersachsens ist eine weitere Analyse hinsichtlich der Referenz von Zukunftstechnologien erforderlich. Hohe Innovationsraten werden in der Datenverarbeitung, MSR-Technik und Oberflächentechnik erwartet, die in Niedersachsen vergleichsweise hohe technologische Potentiale besitzt. Alle anderen niedersächsischen Technologieschwerpunkte liegen in Segmenten mit weltweit durchschnittlichen Innovationsraten. Allerdings bestehen breite Märkte in Bereichen mittlerer bis höherer Technologie, in denen Niedersachsen seine Schwerpunkte hat.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-16328.html