Fraunhofer-Gesellschaft

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Building Organizational Structures By Means of Simultaneous Planning

Gestaltung von Aufbaustrukturen durch simultane Planung
 
: Sihn, W.; März, L.; Bischoff, J.

International Federation for Information Processing -IFIP-:
International Enterprise Modelling Conference 1999
Verdal, 1999
International Enterprise Modelling Conference (IEMC) <1999, Verdal/Norway>
English
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Unternehmensmodellierung; Verteiltes Produktionssystem; simulation

Abstract
Change factors such as the globalization of markets, the individualization of customer needs and electronic networking create new requirements which manufacturing organizations are expected to fulfil. According to a Delphi study, complete system solutions are among those requirements gaining importance for the supplying industry and will continue to do so until 2005. In order to meet the changing requirements, enterprises employ different strategies, an example being co-operation between suppliers and manufacturers which is regarded as a beneficial strategy by both parties. However, a lot remains to be done to enable for and facilitate co-operative work (Wildemann, 1998). Co-operation presents a unique opportunity: companies able to master the complexity associated with the planning and control of networked manufacturing will be able to assume the production of sophisticated systems (e.g. modular units), previously in the hands of their customers (e.g. car makers). To do so requires the ability to co-operate in networks consisting of various production and assembly units. The advantage of co-operative work is that it strengthens a company´s competitive position with regard to the production of complex parts and systems, as each production unit contributes its own expertise and core competence. Production and assembly units with a large degree of autonomy, subject to predefined targets and acting responsibility are essential to this concept as production sites may be positioned all over the world.

 

Marktnah operierende Produktionsunternehmen müssen zur Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit den weltweit prägenden Veränderungsfaktoren wie Globalisierung der Märkte, weitere Individualisierung der Kundenwünsche und elektronische Vernetzung begegnen. Die Produktionsunternehmen reagieren tendenziell durch die Konzentration auf Kernkompetenzen und den Abbau von Komplexitätskosten durch eine Verringerung der Leistungstiefe. Es entwickelt sich ein stark steigender Trend hin zum Einkauf von Modulen und Systemen. Unternehmen, denen es gelingt, die Komplexität von Planung und Steuerung vernetzter Produktionen zu beherrschen, können diesen Trend als Chance nutzen und die Produktion anspruchsvoller Systeme aus dem Verantwortungsbereich der Abnehmer übernehmen. Voraussetzung hierfür ist die Beherrschung von Kooperationen in Netzwerken von Fertigungs- und Montageeinheiten. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hinsichtlich der Fertigung komplexer Teile und Systeme wird in einer Kooperation gestärkt, in der die Produktionseinheiten ihr Spezialwissen einbringen und die eigenen Kernkompetenzen ergänzen. Grundlage hierfür sind weitgehend autonome Fertigungs- und Montageeinheiten, die einem definierten Zielsystem unterliegen und eigenverantwortlich handeln. Die Produktionsstätten können weltweit verteilt sein. Das hier beschriebene Vorhaben greift diesen Sachverhalt im Kontext der Gestaltung von Aufbaustrukturen auf und zielt auf Anwendungsfälle, bei dem ein Unternehmen mit dislozierten Produktionseinheiten die Möglichkeiten überprüft, einen Auftrag mit hohen technologischen und kapazitiven Anforderungen erfolgreich zu akquirieren. Zentraler Ansatzpunkt des Vorhabens ist die Überlegung, daß die Planung und Optimierung der Aufbaustrukturen zur Vorbereitung der Auftragsabwicklung bei Nutzung des verteilten Planungswissens in den einzelnen Produktionseinheiten simultan erfolgen muß, um das Systemverhalten sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für die Produktion als einzelnes in unterschiedlich definierten Zielsystemen günstig zu beeinflussen. Das in den einzelnen Produktionsstätten der Kooperation vorhandene Planungswissen soll durch verteilte Modellierung und gleichzeitiger Simulation genutzt werden können. Aufbauend auf abgeschlossenen technischen Vorarbeiten zur Kopplung unterschiedlicher Simulatoren über eine modellunabhängige Kommunikationsplattform, werden die räumlich-organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte solcher planerischer Aufgaben aufgezeigt. Der Ansatz zur Lösung der Planungsaufgabe in verteilten Systemen umfaßt sowohl die planerischen als auch die modelltechnischen Aspekte in den Dimensionen Qualifikation, Technologie, Logistik, Kapazität und Kosten.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-159.html