Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Umgang mit Stoffverboten und Schadstofflisten

Aktuelles zur RoHS-2.0- und WEEE-2.0-Richtlinie sowie zu REACh. Fraunhofer IPA Tagung, 17. März 2011, Stuttgart
 
: Westkämper, Engelbert; Verl, Alexander
: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart

Stuttgart: FpF - Verein zur Förderung produktionstechnischer Forschung, 2011, 151 pp.
Fraunhofer IPA-Tagung, F 226
Tagung "Umgang mit Stoffverboten und Schadstofflisten" <2011, Stuttgart>
German
Conference Proceedings
Fraunhofer IPA ()
REACh; RoHS; WEEE; Schadstoffmanagement; Green Manufacturing; Elektroaltgerät; SVHC-Stoff; Schadstoff; Kraftfahrzeug; Automobilindustrie; Umweltschutz; Elektroindustrie; elektronisches Gerät; Schwermetall; Chemikalie

Abstract
In der Europäischen Gemeinschaft legt die Richtlinie »Restriction of use of certain Hazardous Substances« (RoHS) Bestimmungen für die Beschränkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten fest. Unter Berücksichtigung des auf Gemeinschaftsebene angestrebten Gesundheits- und Umweltschutzes werden für die Verwendung der Schwermetalle Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom und der Flammschutzmittel PBB und PBDE Grenzwerte vorgeschrieben. Die RoHS-Richtlinie wurde nun grundlegend überarbeitet. Mit der Neugestaltung der RoHS-Richtlinie befinden sich jetzt auch Hersteller von medizinischen Geräten sowie Kontroll- und Messinstrumenten im Geltungsbereich. Hinzu kommen neue Vorschriften zur Konformitätsbewertung der Produkte.
RoHS-ähnliche Vorschriften wurden und werden weltweit auch in anderen Ländern wie der Schweiz, Türkei, Kalifornien, China, Korea, Japan u. a., erlassen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie.
Denn von den unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Ländern sind sowohl importierte Komponenten in die EU als auch der Export von Produkten aus der EU betroffen. Zusätzlich zu RoHS haben viele der betroffenen Unternehmen weitere Pflichten im Rahmen der REACh-Verordnung, insbesondere hinsichtlich der so genannten Substances of Very High Concern (SVHC). Die Europäische Chemikalien-Behörde hat im Laufe der vergangenen Monate die Kandidatenliste mehrmals ergänzt, sodass diese nun insgesamt 46 SVHC-Stoffe umfasst. Dies bedeutet einen erhöhten Aufwand für Unternehmen hinsichtlich der Informationsbeschaffung und -weitergabe über mögliche enthaltene SVHC-Stoffe, um der REACh-Verordnung Folge zu leisten.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-156802.html