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Bedeutung des bioziden Wirkstoffeinsatzes bezüglich der Dauerhaftigkeit von Fassadenbeschichtungen

 
: Breuer, K.; Hofbauer, W.; Krus, M.; Scherer, C.; Schwerd, R.; Krueger, N.; Mayer, F.; Sedlbauer, K.

Venzmer, H. ; Deutsches Institut für Normung e.V. -DIN-, Berlin:
Fassadensanierung: Praxisbeispiele, Produkteigenschaften, Schutzfunktionen
Köln: Rudolf Müller Verlagsgesellschaft, 2011 (Bauwesen)
ISBN: 978-3-410-20630-9
ISBN: 978-3-481-02759-9
pp.53-77
German
Book Article
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Die Verbesserung des Wärmedämmstandards von Gebäuden führt zu einem deutlich höheren Risiko eines Befalls von Fassadenbeschichtungen mit Schwärzepilzen oder Algen. Das wesentlichste Kriterium für das Risiko eines mikrobiellen Bewuchses an Fassaden ist die Verfügbarkeit ausreichender Mengen an Feuchtigkeit. Dabei kommt der nächtlichen Betauung besondere Bedeutung zu. Im direkten Vergleich zu monolithischen Wänden sind Wände mit WDVS gefährdeter. Deshalb werden für diese Systeme im Speziellen Lösungen gegen mikrobiellen "Befall" angestrebt. Während in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung immer niedrigere Wasseraufnahmekoeffizienten zum Ziel hatte, mit den ultrahydrophoben Systemen als Höhepunkt, geht diese nun wieder in Richtung hygrischer Optimierung mit leicht hydrophilen Systemen. Es wird aber immer auch klimatische und mikroklimatische Standortbedingungen geben, die eine Ausrüstung mit bioziden Wirkstoffen unvermeidlich machen. Selbst eine Wirkstoffausrüstung unterliegt naturgegeben Prozessen, wie z.B. der Auswaschung, die ihre Dauerhaftigkeit und somit die Dauerhaftigkeit der Fassadenbeschichtung gegenüber biologischem Aufwuchs mittel- und langfristig deutlich reduzieren. Das Zusammenspiel von Wirkstoffkombination, Beschichtungstyp, bauphysikalischen und klimatischen Gegebenheiten hat auch hier eine entscheidende Bedeutung.

 

The improvement of thermal insulation standard of buildings causes a much higher risk of infestation by black fungi or algae on facade coatings. The fundamental criterion for the risk of microbial infestation on facades is the availability of sufficient amounts of humidity. For this, night time condensation is most relevant. Compared to monolithic walls, walls with external thermal insulation composite systems (ETICS) are most vulnerable. Therefore especially for those systems, methods against microbial infestation are in demand. While during the last decades the aim was always lower water absorption coefficients, peaking in ultra-hydrophobic systems, it is now tending towards hygric optimisation with slightly hydrophilic systems. But there will always be climatic and micro-climatic habitat conditions which make the use of biocidal active agents unavoidable. Even the equipment with active compounds is subject to naturally given processes like leaching which in medium and long term notedly reduce their permanence and the durability of the façade coating against biological infestation. The interaction of active agent combination, coating type, building physical und climatic conditions also has a crucial relevance.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-154001.html