Fraunhofer-Gesellschaft

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Wissen schaffen - Der Werkzeugbau auf neuen Wegen

 
: Klocke, F.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie -IPT-, Aachen:
9. Internationales Kolloquium Werkzeugbau mit Zukunft : 1. Dezember 2009, Wiesbaden
Aachen: Fraunhofer IPT, 2009
ISBN: 978-3-926690-21-0
pp.V7/1-18
Internationales Kolloquium Werkzeugbau mit Zukunft <9, 2009, Wiesbaden>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPT ()

Abstract
Die Unternehmen des Werkzeugbaus/Betriebsmittelbaus sind die zentralen Befähiger für die Serienproduktion. Um ein Optimum innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette zu erzielen, hat sich ihre Leistungserbringung exakt an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren. Das setzt ein hohes Maß an Integration in die Prozesse und Denkweisen der Kunden voraus. Der Hersteller von Betriebsmitteln folgt in den meisten Fällen aber nach wie vor der klassischen Lastenheft-Vorgehensweise. Dieser Ansatz bietet sicher eine ganze Reihe von vorteilen. Angesichts der Komplexität heutiger Werkzeug- und Betriebsmittellösungen können die Anforderungen aber gar nicht bis ins letzte Detail beschrieben werden und es verbleibt ein Auslegungsspielraum hinsichtlich der technischen Anforderungen. Dadurch kann jedoch u.U. im Betriebsmittelbau vorhandenes Wissen ungenutzt bleiben. Um das zu vermeiden, müssen neue Kommunikationsstrukturen aufgebaut und ganze Unternehmen sensibilisiert werden. Eine Analyse innovativer Entwicklungen der letzten Jahre zeigt, dass der Betriebsmittelbau in vielen Fällen als Entwicklungspartner beteiligt war, indem er eigenes technologisches Wissen zur Lösung der Fragestellungen in die Zusammenarbeit eingebracht hat. Dieses Wissen ist in erster Linie in Form von Erfahrungswissen vorhanden. Diese Zusammenarbeit ließ sich optimieren, wenn es gelänge, die Verständigung zwischen dem Betriebsmittelbau und dem Kunden in der Produktion zu verbessern, denn die strukturellen Unterschiede in diesen beiden Bereichen führen dazu, dass verschiedene Sprachen gesprochen werden. Für den Betriebsmittelbau bedeutet das, dass er erst dann einen realen Einfluss auf die Produktionseffizienz seiner Kunden gewinnen wird, wenn er die eigene Industrialisierung glaubhaft präsentieren kann. Dafür müssen die Bereiche identifiziert werden, in denen verstärkt Wissen expliziert und verfügbar gemacht werden muss. Zunächst sind dies die internen Prozesse, Organisationsstrukturen und Technologien, in denen es in erster Linie um die Beherrschung und Reduktion der stetig wachsenden Komplexität geht. Es ist dann zu verdeutlichen, wie weit der Betriebsmittelbau zur Effizienzsteigerung der gesamten Wertschöpfungskette beitragen kann.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-153806.html