Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Zur Bewertung von Wandelbarkeit in der Intralogistik

 
: Nopper, J.; Ten Hompel, M.

Overmeyer, L. ; Wissenschaftliche Gesellschaft für Technische Logistik; Univ. Hannover, Institut für Transport- und Automatisierungstechnik:
6. Fachkolloquium der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Technische Logistik, WGTL 2010. Tagungsband : 29. und 30. September 2010, Hannover
Garbsen: PZH Produktionstechnisches Zentrum, 2010
ISBN: 978-3-941416-71-0
pp.71-82
Wissenschaftliche Gesellschaft für Technische Logistik (Fachkolloquium WGTL) <6, 2010, Hannover>
German
Conference Paper
Fraunhofer IML ()
Wandelbarkeit; Flexibilität; Internet der Dinge; Lebenszyklus; wirtschaftliche Bewertung

Abstract
Aufgrund der gestiegenen Komplexität und Dynamik der Einsatzgebiete spielen Flexibilität und Wandelbarkeit in der Logistik eine immer wichtigere Rolle. Dabei sind insbesondere eine einfache Erweiterbarkeit und Modifizierbarkeit bestehender Anlagen bei sich ändernden Umweltbedingungen wichtig. Während zusätzliche (Investitions-) Kosten wandelbarerer Systeme oft vergleichsweise einfach zu bewerten sind, ist eine quantitative Würdigung der Vorteile wandelbarer Systeme bis heute schwierig.
Der vorliegende Beitrag schlägt ein analytisches Berechnungsverfahren zur quantitativen Beurteilung von Wandelbarkeit in der Intralogistik vor. Dieses berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus des Materialflusssystems und quantifiziert die mit einer erhöhten Wandelbarkeit verbundenen Effizienzgewinne in Geldeinheiten. Das Verfahren erlaubt den Umgang mit einer unsicheren Zukunft. Grundsätzlich werden für die Bewertung die zu vergleichenden Materialflusssysteme über die durch Wandelbarkeit beeinflussten Auszahlungen im Lebenszyklus modelliert. Für alle realistischen Entwicklungen des zukünftigen Bedarfs werden anschließend die optimalen Anpassungsschritte bestimmt. Dies geschieht mit Hilfe einer dynamischen Optimierung unter Ausnutzung des Bellmann'schen Optimalitätsprinzips. Leicht wandelbare Systeme zeigen dabei kleinere und dafür häufigere optimale Anpassungen als schwer wandelbare Systeme. Dadurch ergeben sich in der Regel Vorteile hinsichtlich der Betriebskosten, der Investitionskosten und es fallen geringere Kosten aufgrund von Unterdeckungen an. Darüber hinaus ergibt sich im Falle einer unsicheren Zukunft ein zusätzlicher Vorteil, da der Informationsgewinn im Zeitverlauf besser berücksichtigt werden kann. Der Einsatz des Verfahrens wird anhand eines realistischen Anwendungsbeispiels erläutert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-151794.html

<