Fraunhofer-Gesellschaft

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Einflüsse von Bauprodukten auf die Diffusion von Formaldehyd in die Innenraumluft

 
: Gunschera, J.; Salthammer, T.

Weber-Thumulla, S. ; Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute -AGÖF-, Karlsruhe:
Umwelt, Gebäude & Gesundheit. Schadstoffe, Gerüche, Sanierung : Ergebnisse des 9. Fachkongresses der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) am 23. und 24. September 2010 in Nürnberg
Springe / Eldagsen: AGÖF, 2010
ISBN: 978-3-930576-08-1
pp.33-37
Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF Fachkongress) <9, 2010, Nürnberg>
German
Conference Paper
Fraunhofer WKI ()
Dämmwolle; Glaswolle; Steinwolle; insulation material; stone wool; glass wool

Abstract
Für die Verbesserung der Qualität der Innenraumluft ist die Auswahl in der Konstruktion verwendeter Materialien von besonderer Bedeutung. Die Abschätzung des Emissionsverhaltens von Baumaterialien stellt in diesem Zusammenhang eine wichtige Komponente zur Erreichung gesunder Innenluftverhältnisse dar. In einer Studie wurde dazu der Einfluss von mineralischen Dämmstoffen auf die Qualität der Innenraumluft in einem speziell angefertigten Testraum untersucht. Dieser Testraum (3.1 x 1.6 x 1.95 m), welcher einen normalen Wohnraum repräsentiert, wurde in eine Prüfkammer mit einem Volumen von 48 m³ eingebaut. Bei den verwendeten Baumaterialien handelte es sich um zertifizierte emissionsarme Produkte. Die Wände des Raumes wurden mit unterschiedlichen Dämmstoffen isoliert. Die Tests wurden bei 23ºC und 50% relativer Luftfeuchte sowohl in der Kammer als auch in dem Raum durchgeführt. Die Luftwechselraten betrugen 2,0 h-1 in der Kammer und 0.3 - 0.4 h-1 im Testraum. Begleitend zu der Studie wurden Diffusionsexperimente mit Formaldehyd durchgeführt. Dazu wurde die Mineralwolle in eine Box (21 cm x 50 cm x 100 cm) aus Edelstahl gegeben. Diese Box wurde dann mit einer Gipskartonplatte (10 mm) abgedeckt, gasdicht versiegelt und in eine 1 m³ Prüfkammer bei T = 23°C, r.h. = 45% und n = 0.5 h-1 gegeben. In zwei Experimenten wurde zusätzlich eine Folie zwischen Gipskartonplatte und Mineralwolle eingefügt. In einem Experiment wurde die Gipskartonplatte mit einem Primer vorbehandelt und mit einer Tapete versehen. Die Analyse auf Formaldehyd erfolgte parallel mittels der DNPH- (2,4-dinitrophenylhydrazine-) Methode, der klassischen Acetylacetonmethode und einer Online-Acetylacetonmethode. Dabei wurde eine gute Übereinstimmung der mittels DNPH- und klassischer Acetylacetonmethode erzielten Ergebnisse gefunden. Die Online-Acetylacetonmethode erwies sich als gut geeignet für die Untersuchung dynamischer Prozesse in Prüfkammern, wo eine hohe zeitliche Auflösung gefordert ist.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-151716.html