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IMC-Spritzgießcompounder - Potentiale der Langfaserverstärkung

 
: Rohde, M.; Fischer, F.; Altstädt, V.; Herrmann, C.; Krenkel, W.; Hausherr, J.M.

:

Krenkel, W. ; Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. -DGM-, Oberursel; Univ. Bayreuth:
Verbundwerkstoffe. 17. Symposium Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde 2009 : 01.-03. April 2009, Bayreuth
Weinheim: Wiley-VCH, 2009
ISBN: 978-3-527-32615-0
pp.482-488
Symposium Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde <17, 2009, Bayreuth>
German
Conference Paper
Fraunhofer ISC ()

Abstract
Ziel dieser Studie ist es, die Schichtdickenverteilung von langfaserverstärkten Thermoplastbauteilen (LFT) mit fortschreitendem Fließweg zu untersuchen. Der Schichtdickenaufbau wurde mittels REM-Aufnahmen und durch µ-Computertomographie bestimmt. Die LFT-Bauteile wurden dabei faserschonend mit dem IMC-Spritzgießcompounder hergestellt. Insgesamt ist festzustellen, dass die in der Literatur beschriebenen Kurzglasfasermodelle zur Faserausrichtung bei der Formfüllung nur eingeschränkt auf lange Fasern (LFTs) angewandt werden können. Die in der untersuchten Schmelze vorhandenen Faserbündel lösen sich erst bei der Bauteilfüllung entlang des Fließwegs durch Scher- und Dehnströmungen auf, so dass im Bauteil lokal unterschiedliche Strukturen und folglich auch unterschiedliche Eigenschaften auftreten können. Die angewandten Charakterisierungsmethoden zeigen, dass zwar mit der Rasterelektronenmikroskopie relativ unkompliziert zweidimensionale Aufnahmen des Probenquerschnittes gemacht werden können. Die computertomographischen Aufnahmen und die graphische Rekonstruktion erfordern einen hohen Zeitaufwand, sodass sich diese Methode für eine schnelle Grobabschätzung nicht eignet. Jedoch ist insgesamt festzuhalten, dass die Computertomographie im Gegensatz zur 2D-Schliffanalyse eine weitere Methode darstellt, um die Orientierungen von Fasern in spritzgegossenen Bauteilen sichtbar zu machen. Darüber hinaus können im Gegensatz zu 2D Schliffbildern Inhomogenitäten wie Fasercluster identifiziert und qualitativ ausgewertet werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-150248.html

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