Fraunhofer-Gesellschaft

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Innovative Gebäudesanierung über eine Fassadendämmung mit integrierter Luftführung

 
: Krause, M.; Kaiser, J.; Hauser, G.

Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut e.V. -OTTI-, Bereich Erneuerbare Energien:
Aktiv-Solarhaus. 2. Symposium 2010 : 22./23. September 2010, AAL, Luzern/Schweiz
Regensburg: OTTI, 2010 (Wissen für Profis)
ISBN: 978-3-941785-13-7
8 pp.
Symposium Aktiv-Solarhaus <2, 2010, Luzern>
German
Conference Paper
Fraunhofer IBP ()

Abstract
In Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern entfallen etwa 30 % des Endenergiebedarfs auf den Bausektor und hiervon ein überwiegender Teil auf die thermische Raumkonditionierung von Gebäuden. Da die Wärmebereitstellung für den Wohngebäudebestand vorwiegend über fossile Brennstoffe gedeckt wird, können durch die Reduzierung des Heizwärmebedarfs dieser Gebäude sowohl Ressourcen geschont, als auch die damit einhergehenden CO2-Emissionen gemindert werden. Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung im Jahre 2002 und den Novellierungen in den Jahren 2007 und 2009 fordert der Gesetzesgeber bereits ein hohes Niveau an die energetische Qualität von Neubauten, auch wenn weitere Verbesserungen wünschenswert und technisch durchaus realisierbar sind. Für den Wohngebäudebestand fallen die gesetzlichen Anforderungen vor dem Hintergrund des Wirtschaftlichkeitsgebots eher moderat aus und greifen zudem meist nur, wenn ohnehin Veränderungen an der Gebäudehülle anstehen. Dennoch macht der Gebäudebestand den zahlenmäßig größten Anteil aus, der sehr viele ältere Gebäude mit einem extrem hohen Energieverbrauch aufweist. In energetischer Hinsicht müssen praktisch alle vor 1995, d.h. vor Einführung der Wärmeschutzverordnung '95, errichteten Gebäude als "Altbau" bezeichnet werden. Die Sanierung im Gebäudebestand nimmt daher für die Einhaltung der Klimaschutzziele der Bundesregierung und der dabei geforderten Reduzierung der CO2-Emissionen eine tragende Rolle ein. Die Sanierungsrate in Deutschland stieg von 1,6 % im Jahr 1994 auf 2,2 % im Jahr 2006, müsste jedoch auf 3 % angehoben werden, damit die energiepolitischen Ziele des Bundes erreicht werden. Die Gesetzgebung versucht beispielsweise durch das Einführen von Energieausweisen, sowie durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten und attraktive Förderprogramme Anreize zur energetischen Gebäudesanierung zu geben. Die Maßnahmen zur energetischen Sanierung sollten nicht nur energetisch effizient, sondern auch kostengünstig sein und sich in überschaubaren Zeiträumen unter Berücksichtigung entsprechender Förderungen wieder erwirtschaften lassen. Außerdem muss die Beeinträchtigung der Mieter und Eigentümer durch Schmutz, Lärm und Mietausfall möglichst gering gehalten werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-148657.html