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Optimierung der frühen inner-klinischen Prozessabläufe bei Patienten mit akutem Schlaganfall

Effekte der Implementierung eines zentralen innerklinischen Notfallkoordinators
 
: Luiz, Thomas; Laux, Tino; Morgenthaler, Martin; Madler, Christian

Nervenheilkunde 29 (2010), No.5, pp.305-308
ISSN: 0722-1541
ISSN: 0722-1541
German
Journal Article
Fraunhofer IESE ()
emergency medical service; stroke; emergency medicine

Abstract
Gegenstand und Ziel: Eine zentrale Forderung in der Schlaganfalltherapie ist, das Zeitfenster bis zur Einleitung einer Kausalbehandlung zu verkürzen. Wir berichten über die ersten Ergebnisse einer Neustrukturierung der Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Klinik eines überregionalen Schlaganfallzentrums. Material und Methoden: Anstelle der bislang dezentralen Voranmeldung zeitkritischer Notfälle wurde diese Aufgabe im Juli 2007 einem verantwortlichen Arzt (Zentraler Innerklinischer Notfallkoordinator, ZINK) übertragen. Dieser entscheidet über die Annahme von Notfällen und alarmiert die notwendigen innerklinischen Ressourcen. Zur Beurteilung der Effizienz dieser Maßnahme wurden Ablehnungen, Lysequoten sowie Latenzen ausgewertet. Ergebnisse: Nach Einführung stieg die Lyserate von 4,3 auf 7,9% (p = 0,02), die Zeit zwischen Aufnahme und CT sank von 22 auf 15 Minuten, die Zeit bis zur Lyse von 61 auf 57 Minuten. Nur 45% der lysierten Patienten wurden über den ZINKvorangemeldet. Das Intervall bis zur Lyse betrug bei dieser Gruppe 52 Minuten, ohne 61 Minuten (p = 0,01). Schlussfolgerungen und klinische Relevanz: ZINK ist eine effektive Maßnahme zur Optimierung der frühen klinischen Schlaganfallversorgung, muss aber konsequenter genutzt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-134141.html