Fraunhofer-Gesellschaft

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Betrieb von Modenverwirbelungskammern mit gepulsten Mikrowellensignalen

 
: Adami, Christian; Braun, Christian; Clemens, Peter; Schmidt, Hans Ulrich; Suhrke, Michael; Taenzer, Achim

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-1289757 (472 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 8259ef63627b04e3171c6f56ff1994f8
Created on: 7.5.2016


Gonschorek, K.-H. ; MESAGO Messe Frankfurt GmbH, Stuttgart:
EMV 2010, Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit : 09.-11. März 2010, Messe Düsseldorf
Berlin: VDE-Verlag, 2010
ISBN: 978-3-8007-3206-7
pp.355-362
Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) <2010, Düsseldorf>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer INT ()
Modenverwirbelungskammer; Störfestigkeits- und Emissionsmessung; pulsmodulierte Mikrowellensignale; Discone-Antenne; Gütebestimmung; Zeitkonstante; Abklingzeit

Abstract
Die Modenverwirbelungskammer (MVK) ist für Störfestigkeits- und Emissionsmessungen eine immer häufiger genutzte Alternative zu traditionellen EMV-Untersuchungen mit TEM-Feldern in Absorberkammern oder GTEM-Zellen. Wir betreiben eine kleine MVK aus Aluminium mit einem Arbeitsvolumen von 0.7 m × 1.0 m × 1.2 m. In ihr können im Frequenzbereich von 520 MHz bis 18 GHz normierte Feldstärken zwischen 100 und 180 V/m erzeugt werden. Neben grundlegenden Untersuchungen zur Verwendbarkeit für zeitabhängige Messungen mit pulsmodulierten Mikrowellensignalen ist die Kammer für Störfestigkeitsmessungen an kleineren Testobjekten mit hohen Feldstärken gedacht. Um mit unserem Pulsgenerator in einem großen Frequenzbereich hohe Leistungen im Bereich von 10 kW in die Kammer einzukoppeln, verwenden wir eine selbst entwickelte Discone-Antenne. Es werden Feldstärken oberhalb 10 kV/m erreicht. Mit einem typischen Testobjekt reduziert sich die Feldstärke nahezu auf die Hälfte. Alternativ zum Pulsgenerator können für den Dauerstrichbetrieb Leistungsverstärker (200 W) im Frequenzbereich von 0.8 bis 7.5 GHz verwendet werden. Zwischen 500 MHz und 3.5 GHz wurden außerdem Gütebestimmungen aus der Abklingzeit nach Anregung der Kammer mit einem pulsförmigen Signal durchgeführt. Die aus der Güte bestimmte normierte Feldstärke stimmt gut mit den aus der Kalibrierung gewonnenen Ergebnissen überein. Im Beitrag werden weiterhin statistische Eigenschaften der Pulse und der Einfluss verschiedener Pulsparameter diskutiert. Der Pulsgenerator wurde ebenfalls an einer großen Aluminium-MVK der WTD-81 in Greding verwendet. Sie hat ein Arbeitsvolumen von 4.6 m × 3.3 m × 4.5 m. Die minimale Frequenz beträgt hier 80 MHz. Für Störfestigkeitsuntersuchungen von Flugzeugelektronik wurden von uns zwischen 500 MHz und 3.5 GHz Pulslängen oberhalb der Zeitkonstante der Kammer benutzt. Wir diskutieren die erreichbaren Feldstärken und die Bestimmung der Zeitkonstante der Kammer aus der Abklingzeit der Pulse.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-128975.html