Fraunhofer-Gesellschaft

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Management von Mitarbeiterkompetenzen

Wie technische Entwicklungsaufgaben nachhaltig unterstützt werden können
Competence management in product creation
 
: Stöckert, H.; Debitz, U.; Kind, C.; Defounga, N.; Hacker, W.

Konstruktion 62 (2010), No.1/2, pp.62-66
ISSN: 0373-3300
ISSN: 0720-5953
German
Journal Article
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Die Produktentwicklung umfasst zahlreiche wissensintensive Aufgaben, für die in der Regel hoch spezialisierte Mitarbeiter benötigt werden. Aus diesem Grund sowie durch den sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel auch im ingenieurtechnischen Bereich gewinnt das Management individueller Mitarbeiterkompetenzen zunehmend an Bedeutung. Unter Beachtung des aktuellen Fachkräftemangels und der oftmals vorherrschenden personellen Verankerung von Innovationskompetenzen wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes ein Kompetenzmanagementkonzept inklusive prototypischer Implementierung eines softwaregestützten Assistenzsystems entwickelt. Software und Konzept wurden erfolgreich in Industrieunternehmen evaluiert und konnten als Hilfestellung bei der Suche nach kompetenten Fachkräften, in der Kompetenzverwaltung, Personaldisposition sowie Projektplanung mittels Anforderungsprofilen umgesetzt werden. Grundlagen effektiver Personal- und Abteilungskompetenz-Entwicklung wurden berücksichtigt und in das Konzept integriert. Die aktuelle Wettbewerbssituation erfordert einen anforderungs- und kompetenzgerechten Einsatz von Personalressourcen. Ziel des Forschungsprojektes Kompetenzabhängige Personal- und Prozessplanung' war es, die Planung und Steuerung des Mitarbeitereinsatzes in der Produktplanung und -entwicklung mit einer aufwandsarmen Methodik zu unterstutzen. Ausgehend von den Erkenntnissen einer eigenen Studie zu Vorgehensweisen bei der Zuordnung von Personal zu Projekten wurde eine Methode entwickelt, die eine objektive Erfassung der im Unternehmen vorhandenen Kompetenzen in Form der tätigkeitsbasierten Erfahrungen und Fähigkeiten der Mitarbeiter ermöglicht. Es wurden sowohl der spezifische Kompetenzbedarf der Produktentwicklungsaktivitäten als auch die Unterschiede in der Kompetenz der einzelnen Individuen berücksichtigt. Für ein effektives Management von Prozessen werden der Kompetenzbedarf und die Könnensprofile der Mitarbeiter bestmöglich zur Deckung gebracht. Dieser Ansatz wurde in einer Kompetenz- und Wissensmanagement-Plattform softwaretechnisch umgesetzt und kann zur Unterstützung von Entscheidungen bei der Personaleinsalzplanung, zur Suche von Experten, bei der Optimierung von Planungsprozessen sowie zur Personalentwicklung genutzt werden. Akzeptanz, Nützlichkeil und signifikante Zeitersparnis beim Prozess der Personalvorauswahl durch den Einsatz der entwickelten Software konnten mittels einer summativen Evaluation im Industrie-Anwendungsfall bewiesen werden. Eine Automatisierung des Kompetenzmanagements ist damit weiterhin nicht in Sicht. Mitarbeiterführung bleibt also Managementaufgabe, kann aber durch die entwickelte strukturierte Vorgehensweise und Werkzeugumgebung wesentlich verbessert und wirksam unterstutzt werden.

 

Innovation competence is mainly based on individual competences. In respect of this issue in combination with current skill shortages, a competence management concept has been developed and implemented in a software prototype. The outcome of this research project has been evaluated in industrial companies. Thus, the helpfulness of the concept concerning competence management, personnel placement and project planning based on requirement profiles has been approved. Fundamentals of effective staff and department competence development have been considered and integrated in this competence management approach.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-128921.html